Public Viewing floppt

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PReinhard klawitter

svz.de von
07. Juli 2010, 09:28 Uhr

schwerin | Gähnende Leere auf der Freilicht-Bühne auf dem Alten Garten. Kaum einer wollte die Debatte zur Kreisgebietsreform live auf Großleinwand verfolgen. Dabei hatte die Landtagsverwaltung kurzerhand wegen des sich "abzeichnenden großen Interesses" eine Leinwand aufstellen lassen. Doch nur eine Handvoll interessierter Bürger nahm um 10 Uhr auf der Zuschauertribüne Platz. Die meisten der rund 500 Demonstranten, die noch kurz zuvor mit Plakaten, Tröten und Trillerpfeifen für den Erhalt ihrer Kreisstädte plädiert hatten, machten sich bereits auf den Heimweg. "Die Busse fahren um zehn zurück", sagte Petra Billerbeck, Versammlungsleiterin der Ludwigsluster Demonstranten. "Wir haben getan, was wir konnten." Auch Holger Geick, der mit rund 50 Parchimern angerückt war, machte sich nach der Demo auf die Heimreise.

Augenscheinlich aber auch: Die Sorge um Arbeitsplätze und Fördermittel einte gestern alle Demonstranten. Solidarität zwischen den Verfechtern ihrer Kreisstädte. Denn egal, wie die Entscheidung ausgeht: "Wir müssen bald im Großkreis zusammenleben", sagte Petra Billerbeck, Kämmerin von Ludwigslust, am Ende des Protestes.

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