zur Navigation springen

Bis zu 20 Wochen Wartezeit – Hanse-Klinikum Wismar : Psychiatrische Klinik an Kapazitätsgrenze

vom

Die Psychiatrische Tagesklinik des Hanse-Klinikums Wismar hat ihre Kpazitätsgrenze erreicht. Sie wurde 2009 eröffnet, hat zehn Plätze und betreut im Moment zwölf Patienten gleichzeitig.

svz.de von
erstellt am 11.Mär.2011 | 11:20 Uhr

Die Psychia trische Tagesklinik des Hanse-Klinikums Wismar im Ärztehaus an der Gadebuscher Erich-Weinert-Straße hat ihre Kpazitätsgrenze erreicht. Sie wurde am 1. Oktober 2009 eröffnet, hat zehn Plätze und betreut im Moment zwölf Patienten gleichzeitig. Weitere stehen auf einer Liste mit einer Wartezeit von bis zu 20 Wochen. Daher planen Vorstand und Geschäftsführung des Klinikums, einen weiteren Standort - ähnlich der Gade buscher Tagesklinik - in Grevesmühlen zu eröffnen. Der Antrag dafür liegt zurzeit dem Landesministerium für Soziales und Gesundheit vor. Eine Entscheidung darüber könnte innerhalb von vier bis sechs Wochen fallen, sagte Nikolaus Voss, Staatssekretär des Ministeriums bei einem Besuch in der Tagesklinik Gadebusch.

Dr. Christoph Rentz, Oberarzt der Tagesklinik in Gadebusch, ist froh über die Planung eines zusätzlichen Standorts in der Kreisstadt. "Ein Großteil der Patienten auf der Warteliste kommt aus dem Bereich Grevesmühlen", sagte er. Sollte der Erweiterungsantrag beim Ministerium also bewilligt werden, so könnte eine Tagesklinik in Grevesmühlen schon Ende des Jahres eröffnet werden. "Es gibt den Gedanken, sie am DRK-Krankenhaus in Grevesmühlen anzusiedeln", sagt Dr. Bernd Sponheim, Chefarzt der Psychiatrie am Hanse-Klinikum Wismar. Auch Nordwestmecklenburgs Landrätin Birgit Hesse und Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz unterstützen die Pläne für eine Tagesklinik in der Kreisstadt. "Da so deutlich ist, dass weitere Plätze benötigt werden, haben wir uns sehr für die Pläne eingesetzt und das auch dem Ministerium mitgeteilt", sprach Birgit Hesse für sich und Ditz.

In Grevesmühlen würde dann, ähnlich dem Gade buscher Modell mit zehn bis zwölf Plätzen begonnen", erklärte Friedel Helms-Ferlemann, einer der Geschäftsführer des Hanse-Klinikums. "Betriebswirtschaftlich gesehen, wären 15 Plätze optimal", fügte er hinzu. Eine Auslastung, die Gadebusch schon gut erreichen kann. Helms-Ferlemann könnte sich sogar weitere Standorte im Landkreis vorstellen. "Wir wollen aber nicht um jeden Preis wachsen", fügte er hinzu. Das liege auch an dem regional eventuell unterschiedlichen Bedarf. Ziel soll es aber sein, den Patienten kurze Wege in die psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung außerhalb eines stationären Klinikaufenthalts zu ermöglichen. "Ansonsten müssten sie Angebote in Lübeck oder Ratzeburg nutzen", so Helms-Ferlemann.

In Gadebusch nutzen das Angebot entgegen den ersten Erwartungen zur Eröffnung weniger Senioren, dafür mehr Patienten schon ab dem 18. Lebensjahr. "Die Krankheitsbilder sind ganz unterschiedlich. Viele kommen mit Depressionen oder Angstzuständen und haben sich zum Teil schon sehr sozial isoliert", sagte Oberarzt Dr. Christoph Rentz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen