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Schmetterlingsraupen besiedeln massiv Eichenalleen : Prozessionsspinner gehts an den Kragen

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Der Eichenprozessionsspinner hat sein Verbreitungsgebiet in MV weiter ausgedehnt. Mittlerweile ist der gesamte Landkreis Ludwigslust betroffen. Deshalb wurden die gefährlichen Raupen nun bekämpft.

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erstellt am 30.Apr.2011 | 12:03 Uhr

Ludwigslust/Hagenow | Der Eichenprozessionsspinner hat 2011 sein Verbreitungsgebiet in Mecklenburg-Vorpommern weiter ausgedehnt. Mittlerweile ist der gesamte Landkreis Ludwigslust betroffen. Deshalb wurden in den letzten beidenTagen die gefährlichen Raupen aus mit einem Hubschrauber bekämpft. Die Behandlung erfolgt aus der Luft, weil mit anderen Methoden eine vollständige Blattbenetzung der teilweise stattlichen Eichen nicht erreicht werden kann. Diese ist aber erforderlich, um einen guten Bekämpfungserfolg zu garantieren.

Die Schmetterlingsraupen besiedeln massiv Eichenalleen und Eichen im öffentlichen Grün der Gemeinden. Bereits im Vorjahr mussten im Südwesten des Landkreises Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden, um die Gesundheit von Anwohnern und auch von Wildtieren in Wäldern zu schützen. Denn die Altraupen dieses Schmetterlings besitzen winzige Gifthaare, die bei Kontakt verschiedene Symptome hervorrufen können: Juckende, entzündliche Hautausschläge sowie Bindehautentzündungen der Augen und nach Einatmen auch asthmatischen Beschwerden. Die Gifthaare sind in Raupenhäuten, Gespinstnestern und in unmittelbarer Umgebung befallener Bäume zu finden und bleiben über Jahre aktiv wirksam. Deshalb ist jegliche Berührung befallener Eichenbäume unbedingt zu vermeiden. Auf Spaziergänge im näheren Umfeld sollte verzichtet werden. Auch müssen Kinder auf die Gefahr hingewiesen werden. Für freilaufende Haustiere besteht ebenfalls ein hohes Allergiepotential.

Für einen vorbeugenden Gesundheitsschutz der Bürger und zur Verkehrssicherung von Straßen, Rad- und Wanderwegen erfolgt die Bekämpfung mit einem natürlichen, aus den Samen des Neem-Baumes gewonnenen Biopräparat. Das Mittel schont Nützlinge und ist für Menschen, Haus- und Nutztiere ungefährlich.

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