Protest gegen Punkertreff - Force-Attack-Festival in Klingendor mit 10000 Gästen

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04. November 2008, 05:42 Uhr

Güstrow - In Klingendorf (Landkreis Güstrow) regt sich Protest: Dort soll im vom 31. Juli bis 2. August 2009 das Force-Attack-Punk-Festival mit erwarteten 10 000 Besuchern stattfinden. Der Veranstalter Imre Sonnevend baut auf das Gespräch.

Er organisiert das Force-Attack-Festival, das auf der Homepage als die „beste Punker-Party der Welt“ gefeiert wird, zum 13. Mal. Der versteht zwar, dass die Einwohner unruhig sind. Aber er verweist auf zwölf Treffen ohne größere Probleme in Barth, Rerik und zehnmal in Behnkenhagen und baut auf das klärende Gespräch.

Sonnevend: „Ich habe im Amt Warnow-Ost meine Telefonnummern hinterlassen. Außerdem gibt es Informationen im Internet. Noch in diesem Monat werden alle Partner zur Auswertung des letzten Treffens eingeladen.“ Sonnevend garantiert ein Festival ohne größere Probleme, weil alles professionell organisiert werde. Polizei, Feuerwehr, DRK, die Behörden, alle würden an einem Strang ziehen.

In Klingendorf gibt es allerdings schon jetzt Protest. Einwohner dokumentieren mit Unterschriften, dass sie gegen das Festival sind, das auf privatem Boden eines Klingendorfers stattfindet. Sie wollen verhindern, dass 10 000 Punker Randale machen. Sie erinnern an Behnkenhagen, wo wochenlang der Dreck nicht beseitigt worden sei oder an den Unfall mit einem Radlader, der im vergangenen Jahr drei Punks überrollte und schwer verletzte.

Im Amt Warnow-Ost hält man sich noch bedeckt. „Solange wir keinen Antrag auf dem Tisch haben, können wir nichts Näheres sagen“, erklärt Rudolf Holzerland, amtierender Ordnungsamtsleiter.

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