Protest aus den Städten

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06. Juli 2010, 09:11 Uhr

Ludwigslust: Die Noch-Kreisstadt Ludwigslust will heute vor dem Landtag gegen den drohenden Verlust ihres Kreissitzes demonstrieren. Der Innenausschuss des Landtags hat te Parchim als Kreisstadt des künftigen Kreises Südwestmecklenburg empfohlen. Rund 500 Teilnehmer werden zur Demo erwartet.

Parchim: Die Stadt Parchim hat für heute eine Kundgebung mit 150 Teilnehmern vor dem Landtag angekündigt. So will sie für ihre Stadt als Kreissitz im künftigen Südwestmecklenburg werben. Am Wochenende waren Parchimer mit einem Schiff nach Schwerin geschippert und hatten vor dem Schloss beleuchtete Skulpturen aufgestellt – damit den Abgeordneten ein Licht aufgehe.

Wismar: Zu den schärfsten Kritikern der geplanten Reform gehört die bisher kreisfreie Stadt Wismar. Wie Sprecher Frank Junge ankündigte, will die Stadt gegen das Gesetz klagen, wenn es wie vorgesehen beschlossen wird. Wismar soll Kreisstadt des künftigen Großkreises Westmecklenburg werden.

Neubrandenburg: Einen offenen Brief an die Landtagsabgeordneten hat der Neubrandenburger Stadtverordnete Michael Stieber (SPD) geschrieben, aus Sorge, dass Neubrandenburg in Sachen Kreissitz leer ausgehen könnte. Es sei der Eindruck entstanden, dass Landtagsabgeordnete die Stadt mit Hilfe von „organisierten“ Stimmen abwählen wollten, schrieb Stieber.

Demmin: Banner mit dem Slogan „Zukunft in einem Vorpommernkreis“ hingen vergangene Woche in Demmin im jetzigen Kreis Ostvorpommern. Aufgehängt hat sie der „Freundeskreis Vorpommern“. Nach dem Entschluss der Stadtvertreter soll Demmin zum künftigen Kreis Mecklenburgische Seenplatte gehören.

Waren: Die Bürgerinitiative „Freie Müritz“, die von zwei Rechtsanwälten initiiert wurde, hält die Kreisreform für verfassungswidrig. Die Kreise seien einfach zu groß.

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