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Prignitzer Chemie erweitert Produktion

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erstellt am 10.Okt.2010 | 06:45 Uhr

Wittenberge | Die Prignitzer Chemie erweitert ihren Standort in Wittenberge. Das auf die Herstellung von speziellen Fetten und Ölen ausgerichtete Unternehmen mit Sitz im Indus triegebiet Süd bereitet die Errichtung von zwei Esteranlagen vor. "Die Vorarbeiten laufen gut. Wir erwarten jetzt die letzten Genehmigungen, dann kann begonnen werden", sagt Marketingmanager Wolfgang Krüger. Die neue Produktionsstätte ist der zweite Teilabschnitt einer insgesamt 15 Millionen Euro umfassenden Investition, die die Cremer Gruppe, zu der das Prignitzer Unternehmen gehört, in Wittenberge umsetzt.

Bereits seit Sommer in Betrieb ist die erweiterte Anlage, mit der hochwertiges Glyzerin und Fettsäuren hergestellt werden. Dieses sogenannte MCT-Öl findet sich beispielsweise in Fitness- und Diätprodukten, da es aufgrund seiner Struktur vom Körper nicht in das Fettgewebe eingelagert werden kann, sowie in Pharmazie- und Kosmetikprodukten.

Ohne genaue Zahlen zu nennen, unterstreicht Krüger, "dass der überwiegende Teil der 15 Millionen in die neue Produktionsstätte fließen wird".

Ester werden für die Herstellung von Kosmetik ebenso benötigt wie in der Pharmazie, finden sich beispielsweise auch in Waschmitteln. "Die neue Investition versetzt uns in die Lage, die von uns produzierten Fettsäuren im eigenen Unternehmen höher zu veredeln", erklärt Krüger und spricht von einem Marktvorteil.

In Wittenberge kommen unter anderem Sonnenblumen-, Soja-, Palm-, Kokos-, Lein- und Distelöl in die Verarbeitung. Das elbestädtische Unternehmen setzt ausschließlich auf nachwachsende Rohstoffe. "Einen Teil unserer Erzeugnisse können wir sogar als sehr hochklassige Produkte, nämlich in Bioqualität, verkaufen. Das bedeutet Nachhaltigkeit", unterstreicht der Marketingmanager. Und genau die haben man in der Prignitzer Chemie im Auge, weil das eine wichtige Strategie für die Zukunft sei.

Nachhaltigkeit fokussiert die Prignitzer Chemie auch, wenn es um logistische Abläufe geht. Die Nutzung von Wasserwegen gehört dazu. Unter diesem Gesichtspunkt gewinne der in Süd entstehende Hafen an Bedeutung. Ein Teil der Rohstoffe, aber auch der Erzeugnisse soll, wenn die baulichen Voraussetzungen an den Anlegern geschaffen sind, über die Hafenkante umgeschlagen werden.

Mit der Errichtung der Esteranlage werden nach derzeitigen Planungen neun weitere Arbeitsplätze in der Prignitzer Chemie entstehen. 60 Mitarbeiter einschließlich der Auszubildenden sind dort gegenwärtig tätig.

"Wir sorgen kontinuierlich für den Nachwuchs an Fachkräften, beispielsweise auch für diese Investition, bilden Chemikanten und Laboranten aus", verdeutlicht Krüger die Unternehmensstrategie.

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