Preisgekrönte Schülerin aus Bützow

Ein Märchenfilm aus der Region räumt bundesweit Preise ab. Die Bützower Schülerin Lavinia Oeynhausen debütiert darin als Hauptdarstellerin und nimmt gleich drei Auszeichnungen entgegen.

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11. Juni 2008, 08:36 Uhr

Bützow / Rosenow - „Süße Versuchung“ lautet der Titel des Kurzfilms, der deutschlandweit Lob und Anerkennung fand. Bei den Landesfilmfestspielen in Malchow im Oktober 2007 erhielt der Film des Jungregisseurs Richard Marx aus Tessin eine Silbermedaille von der Jury, zudem wurde ihm der Publikumspreis verliehen.

Somit wurde er für das Bundesfilmfestival am Tegernsee nominiert, wo er unter großer Konkurrenz noch einen drauf setzte und eine Goldmedaille in der Kategorie „Bester Familienfilm“ gewann.
Regisseur Marx und die Darsteller sind überglücklich. Lavinia und ihr Vater Ralf Oeynhausen wirkten zum zweiten Mal in einem Film und zum ersten Mal in einem Familienfilm mit. „Mit so einem großen Erfolg haben wir alle nicht gerechnet“, sagt Lavinia und strahlt über das ganze Gesicht. „Ich hatte sehr viel Spaß bei den Dreharbeiten. Die Stimmung war lockerer und viel fröhlicher als bei unserem ersten Dreh, bei dem wir in einer Dokumentation vom NDR in die Rolle der Slawen schlüpften. Außerdem hatten wir nur nebensächliche Rollen, und in ,Süße Versuchung’ war ich sogar die Hauptdarstellerin“, erzählt Lavinia.

Aber es war nicht so einfach, wie es sich anhört, denn die mittlerweile 13-jährige Gymnasiastin bekam hautnah mit, was es heißt, eine Szene 16-mal zu drehen. „Es hat immer ewig gedauert, bis eine Einstellung korrekt war, und ständig ging irgendetwas schief. Sogar ein Huhn kam durch die Gartentür herein und hat eine Einstellung versaut.“ Bei reichlich Pizza schöpften die Darsteller wieder Kraft zum Weiterdrehen.

„In dem Film spiele ich die zwölfjährige Marie, die sich mit einem sprechendem Brei herumschlagen muss.“ Marie will die Bonbonsammlung ihres Vaters plündern, doch der Brei versucht mit viel Überredungskunst, sie dazu zu bringen, ihn zu essen

„Wir haben viel mehr Szenen gedreht, als im fertigen Film zu sehen sind. Am Ende zum Beispiel wird der Brei von drei Hunden gefressen, aber beim Schnitt kam ein viel besseres Ende zustande.“
Gedreht wurde im Pfarrhaus Kladrum (Landkreis Parchim). „Das im englischen Landhausstil eingerichtete Gebäude brachte das ideale Ambiente für unser Märchen“, sagt der Hobbyfilmer Richard Marx, von dem auch die Idee und das Drehbuch stammen.

Auf die Frage, ob sie noch einmal in einem Film mitspielen möchte, antwortet Lavinia: „Wenn Drehbuch und Team wieder so gut sind, und es genug Pizza gibt, auf jeden Fall.“

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