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Postbank-Filiale schließt im November

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erstellt am 13.Okt.2010 | 06:35 Uhr

Wittenberge | Zum 22. November schließt in der Stadt die letzte eigenständige Postfiliale. Noch befindet sie sich in der Prignitz-Galerie neben dem Nessler-Kaufhaus. "Wir ziehen in den Edeka-Markt um", erklärte gestern auf Nachfrage des "Prignitzers" der Pressesprecher der Deutschen Post AG Rolf Schulz.

Wie Schulz sagt, sei dieser Umzug keine Entscheidung seines Unternehmens. Vielmehr habe sich die Postbank entschieden, nicht mehr in einer eigenen Filiale ihre Dienstleistungen anzubieten.

Um das zu verstehen, muss man wissen, dass die Post mit ihren Serviceleistungen nicht der Hausherr ist. Das ist die Postbank, quasi im Nebengeschäft werden Pakete angenommen, Briefe frankiert und ähnliches.

Auf die Frage, warum die Postbank sich von ihrer Filiale verabschiedet, könne er keine Antwort geben, sagt Schulz. Das sei ein Entscheidung der Bank. Deren Sprecher Oliver Rittmaier räumt ein, dass die Geschäfte der Postbank in der Bahnstraßen-Filiale anders laufen, als erwartet. Seine Bank verfüge mittlerweile bundesweit über 1100 Filialen. "Das Filialnetz ist ein lebendes Gebilde, das fortlaufend hinsichtlich Kundennachfrage und Wirtschaftlichkeit überprüft wird. Leider ist die Kundennachfrage nicht an allen Standorten ausreichend, um dort ein Postbank-Finanzcenter dauerhaft wirtschaftlich betreiben zu können, so auch in Wittenberge", sagt Rittmaier.

Auf die Frage, wie ab dem 22. November die Bankgeschäfte laufen, erläutert er: "Wir werden unsere Kunden durch den mobilen Vertrieb direkt zu Hause beraten. Fast alle Bankgeschäfte können die Kunden außerdem heute auch bequem von zu Hause telefonisch oder per Internet erledigen." Alternativ stünde den Kunden das nächste Postbank-Finanzcenter in Lüchow in der Burgstraße zur Verfügung.

Die Kunden der Deutschen Post müssen für Brief- und Paketsendungen sowie alle anderen Dienstleistungen, die zum Servicegeschäft gehören, ihre Schritte künftig in den Edeka-Markt Gülzow in der Prignitz-Galerie lenken. Mitarbeiter, die dort die Kühltheke betreuen, sich um Lebensmittel und Getränke kümmern, werden dann auch Eilsendungen und Einschreibebriefe qualifiziert bearbeiten, Briefmarken verkaufen und zu Paketlieferungen beraten. Denn, so sagt der Pressesprecher: "Wir schulen das Personal selbstverständlich in unseren Dienstleistungen." Keine Aussagen kann Schulz dazu treffen, was mit den Mitarbeitern in der derzeitigen Filiale geschieht. Sein Pressesprecher-Kollege von der Postbank sagt kurz und knapp, sie würden in andere Filialen umgesetzt.

Rolf Schulz verweist aber auf die Vorteile, die der Umzug in den Markt aus Sicht der Post AG mit sich bringt: "Diese Vertriebsform verbessert vor allem durch längere Öffnungszeiten die Versorgung der Kunden mit postalischen Leistungen." Auch die Partner - in dem Fall der Edeka-Markt - zeigen sich zufrieden, "da sich erfahrungsgemäß mit der Übernahme von Postleistungen auch die Kundenfrequenz im Hauptgeschäft erhöht".

Die Postfiliale im Edeka-Markt wird von Montag bis Donnerstag von 8 bis 19 Uhr geöffnet sein, freitags von 9 bis 20 Uhr sowie samstags von 8 bis 14 Uhr.

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