Polizisten in Löcknitz angegriffen und verletzt - Treffen Rechter aufgelöst

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20. April 2008, 03:42 Uhr

Löcknitz/Anklam - Nach einem Angriff auf einen Streifenwagen hat die Polizei am frühen Sonntagmorgen in Löcknitz (Kreis Uecker-Randow) die Feier einer mutmaßlich rechtsgerichteten Gruppe aufgelöst. Dabei wurden in einem Garagenkomplex 5 Frauen und 19 junge Männer vorläufig festgenommen, ihnen werde schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen, sagte ein Polizeisprecher in Anklam. Nach Vernehmungen durch die Kriminalpolizei waren am Sonntagnachmittag noch neun Verdächtige bei der Polizei, ein Verdächtiger lag verletzt im Krankenhaus, 14 Frauen und Männer der Gruppe wurden wieder freigelassen.

Die Garagensiedlung in Richtung Rothenklempenow gilt seit Monaten als Treffpunkt rechter Gruppen. Diese werden auch hinter mehreren antipolnischen Vorfällen in Löcknitz vermutet, bei denen Autos polnischer Einwohner beschädigt und Wände mit fremdenfeindlichen Losungen und Zeichen beschmiert wurden. Seit den Vorfällen Anfang 2008 wird Löcknitz verstärkt von Polizei „bestreift.“

In der Nacht gegen 01.50 Uhr habe in der Garagensiedlung ein Mann so getan, als habe er eine Frage, sagte der Polizeisprecher. Als der Streifenwagen hielt, hätten zehn Leute sofort die Türen aufgerissen, zugeschlagen und versucht, Fahrer und Beifahrer herauszuzerren. Die Beamten konnten sich nur durch Pfefferspray und rasante Rückwärtsfahrt retten. Danach sei Verstärkung angefordert, der Komplex abgesperrt und die Gruppe festgenommen worden.

Bei dem Vorfall seien drei Polizisten leicht verletzt worden, hieß es. Ein tragbarer Computer und mehrere CDs mit Musik aus der rechten Szene seien beschlagnahmt worden. Gegenwärtig liefen noch die Vernehmungen, eine weitere Garage werde zudem noch durchsucht.

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