Polizist will helfen und wird angefahren - 51-jähriger Beamter schwer verletzt

Für die Besatzung dieses Streifenwagens endete der  Einsatz wie im Albtraum. Foto: Roswitha Spöhr
Für die Besatzung dieses Streifenwagens endete der Einsatz wie im Albtraum. Foto: Roswitha Spöhr

von
01. Juli 2008, 08:10 Uhr

Brüel - Für die beiden Polizeibeamten aus dem Sternberger Revier ist es eigentlich ein ganz normaler Einsatz am gestrigen Nachmittag. Auf der B 104 zwischen dem Brüeler Gewerbegebiet und dem Ortseingang sollen sie einen Unfall aufnehmen. Wild ist über die Straße gegen ein Fahrzeug gelaufen.

In diesem Bereich herrscht starker Verkehr. Beidseitig gibt es Leitplanken. Die beiden Männer stellen den Streifenwagen auf der Seite ab, auf der auch das Fahrzeug steht, zu dem sie gerufen werden. „Davor hat ein Polizeibeamter dann den Fahrzeugverkehr gestoppt. Sein Kollege ist zur anderen Seite gegangen, um die Fahrzeuge aus Richtung Brüel anzuhalten“, sagt Uwe Mathews, Leiter des Sternberger Reviers.
17
Haltezeichen gibt der Polizist auch der Fahrerin eines Opel Corsa. Dann geschieht das Unfassbare: Es kommt zur Kollision. Der 51-jährige Polizist wird schwer verletzt. Er erleidet eine Schulterfraktur und eine Beinverletzung und wird in das Schweriner Klinikum gebracht. Die 78-jährige Fahrerin des Opel mit Schweriner Kennzeichen steht unter Schock. Sie wird an der Unfallstelle ärztlich behandelt.

Zur Unfallursache macht die Polizei gestern noch keine Angaben. Auch die Dekra ermittelt. Zur Unfallstelle kommen Polizeibeamte aus dem Revier Wismar, die Dienststelle Schwerin nimmt den Unfall auf. „Das ist in einem solchen Fall immer so“, sagt Mathews. „Wir sind alle sehr betroffen darüber, was passiert ist. Der Kollege ist seit Anfang des Jahres im Revier Sternberg und hat zuvor seinen Dienst im Autobahnpolizeirevier Wismar versehen. Er ist also ein erfahrener Kollege.“

Über viel Erfahrung verfügt auch der zweite am Einsatz beteiligte Polizist. „Er ist schon über Jahre hinweg im Revier“, weiß Mathews. „Der Kollege erlitt einen Schock und wurde an der Unfallstelle medizinisch betreut. Und es wurde ihm auch ein zweiter Kollege zur Seite gestellt“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen