Polizeiruf-Schauspieler Steimle fordert ARD-Programmchef Herres zum TV-Duell heraus

Der Schauspieler und Kabarettist Uwe Steimle (r) als Kommissar Jens Hinrichs und Felix Eitner als Hauptkommissar Markus Tellheim stehen bei Dreharbeiten zur 30. Folge «Polizeiruf 110» aus Schwerin vor der Kamera. Foto: dpa
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Der Schauspieler und Kabarettist Uwe Steimle (r) als Kommissar Jens Hinrichs und Felix Eitner als Hauptkommissar Markus Tellheim stehen bei Dreharbeiten zur 30. Folge «Polizeiruf 110» aus Schwerin vor der Kamera. Foto: dpa

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04. November 2008, 09:44 Uhr

Dresden - Der Schauspieler Uwe Steimle hat nach dem überraschenden Ende des NDR-„Polizeiruf 110“ aus Schwerin den neuen ARD-Programmdirektor Volker Herres zu einem öffentlichen Streitgespräch über das Fernsehen herausgefordert. „Ich schlage vor, sonntags nach dem “Polizeiruf„ auf dem Sendeplatz von Anne Will“, sagte Steimle der „Sächsischen Zeitung“ (Dienstagausgabe). Der Schweriner „Polizeiruf“ wird nach 15 Jahren eingestellt. Ab 2010 soll der Krimi mit einem neuen Ermittler-Duo in Rostock spielen, hatte der NDR am Wochenende mitgeteilt.

Steimle sieht das als „Berufsverbot“. Er werde aus politischen Gründen „entfernt“, weil er zu viele kritische Fragen gestellt habe, sagte der Schauspieler. Er habe lange Zeit versucht, dies intern zu tun, habe aber keine Antwort von Herres bekommen. Nun wolle er öffentlich zum Beispiel fragen, „warum die Drehbücher so schlecht sind und der Polizeiruf nicht politischer und intelligenter wird“, sagte Steimle der Zeitung.

Der NDR hatte die Kritik des Schauspielers am Wochenende bereits zurückgewiesen. Steimle und sein Partner Felix Eitner werden im kommenden Jahr noch in zwei Folgen als Schweriner Kommissare im Ersten zu sehen sein.

Vor rund zwei Wochen hatte es im ZDF ein Streitgespräch zwischen Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki und Moderator Thomas Gottschalk über die TV-Qualität gegeben, nachdem der 88-jährige Reich-Ranicki bei der Fernsehpreis-Gala den Ehrenpreis für sein Lebenswerk auf der Bühne zurückgewiesen und heftige Kritik an den prämierten Beiträgen geübt hatte.

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