zur Navigation springen

Parchimer Beamten lieferten vermissten Jungen : Polizeieinsatz: Mutter sagt "Danke!"

vom

Ein Polizeieinsatz, der es nicht einmal in die Schlagzeilen schaffte, hat eine Parchimer Familie von Stunden bangen Wartens erlöst und ihr den vermissten Sohn wohlbehalten zurückgebracht.

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2011 | 11:31 Uhr

Ein Polizeieinsatz, der es nicht einmal in die Schlagzeilen schaffte, hat eine Parchimer Familie von Stunden bangen Wartens erlöst und ihr den vermissten Sohn wohlbehalten zurückgebracht. "Ich möchte mich bei allen Polizeibeamten recht herzlich bedanken, die mir geholfen haben, meinen Sohn zu finden", sagt Marion B. (Name der Redaktion bekannt), eine langjährige Leserin der Parchimer Zeitung. Und: "Auch wenn es pathetisch klingen mag, für mich sind sie Helden. Danke für die Hilfe."

Was war passiert? Der Sohn unser Leserin kam am vergangenen Donnerstag nicht von seinem Arbeitsplatz, den Lewitz-W+erkstätten in Parchim, nach Hause. Das war noch nie passiert. Timo (Name geändert) ist geistig und körperlich behindert und benutzt sonst immer den Bus. "Für eine Mutter ist so eine Situation wohl das Schlimmste, was passieren kann. Wer das nicht erlebt hat, kann so etwas nicht verstehen", beschreibt Marion B. die bangen Stunden der Ungewissheit.

Die Parchimerin und ihr älterer Sohn telefonierten sofort mit allen Bekannten, zu denen Timo hätte fahren können - erfolglos. Nirgendwo fanden sie eine Spur des Jungen. Niemand hatte ihn gesehen. "Die Angst jedoch wurde immer größer", schildert die besorgte Mutter, "weil wir keinen Rat beziehungsweise Ausweg mehr wussten, meldeten wir uns hier in Parchim bei der Polizei."

Die Beamten im Hauptrevier nahmen die Vermisstenanzeige auf und starteten auch sofort die Suchaktion. Auch die Hundestaffel mit den geschulten Vierbeinern kam zum Einsatz. Marion B.: "Es verging eine gefühlte Ewigkeit." Dann endlich kam die Erlösung in Form eines Streifenwagens - und Timo: "Die Beamten haben meinen Sohn gefunden und ihn gesund nach Hause gebracht."

Dass die Parchimer Mutter von sich aus öffentlich Danke sagt, ist nicht selbstverständlich. Marion B.: "Menschen, die auf freiwilliger und beruflicher Basis anderen Menschen helfen, finden nur selten Anerkennung. Ein Leben ist wertvoll, so wie die Helfer, die keine leichte Aufgabe haben. Sie verdienen es, dass man ihre Arbeit öffentlich darstellt."

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer der Anmerkung, dass es für die Polizei in diesem Fall so selbstverständlich war, einer besorgten Mutter und ihrem Sohn zu helfen, dass der Einsatz nicht einmal im Pressebericht auftauchte...

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen