Polizeibeamte bei Verkehrsunfällen verunglückt: Ein Toter, zwei Verletzte

In der Schwaaner Fritz-Reuter-Straße war der verunglückte Polizist zu Hause. Foto: Röhr
In der Schwaaner Fritz-Reuter-Straße war der verunglückte Polizist zu Hause. Foto: Röhr

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04. Juli 2008, 07:51 Uhr

Rostock/Schwerin/Sternberg - Es ist noch immer unklar, wie es zu dem tragischen Verkehrsunfall am Sonnabend in Rostock kommen konnte, bei dem der Schwaaner Polizist Thomas K. verstarb. In der Heimatstadt des 42-Jährigen nahmen die Menschen, ob sie ihn kannten oder nicht, die Nachricht vom Tod des als erfahren geltenden Polizisten traurig und bestürzt auf. „Das ist eine alte Schwaaner Familie“, erzählt eine Frau.

Thomas K. hinterlässt seine Eltern. Sie leben in der Fritz-Reuter-Straße, wo auch der Polizist zu Hause war. Schwaaner, die ihn kannten, berichten, er sei ein ruhiger und vernünftiger Mensch gewesen, der für die Arbeit lebte. Auch die Kollegen des 3. Polizeireviers in Dierkow können den Tod ihres Kollegen nicht fassen. „Ein erfahrener Polizist, den nichts umhauen konnte“, sagt ein befreundeter Beamter.

Thomas K. war mit seinem Motorrad zur Absicherung einer Veranstaltung eingesetzt. Dabei stürzte er, verletzte sich und starb. Bislang wird Fremdverschulden ausgeschlossen.

Unterdessen liegt der 54-jährige Verkehrspolizist, der bei einer Verkehrskontrolle am 23. Juni in Crivitz von einen Motorrad erfasst und lebensbedrohlich verletzt wurde, immer noch auf der Intensivstation des Schweriner Klinikums. Der Beamte erlitt mehrere Brüche sowie innere Verletzungen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an.

Der 51-jährige Polizist, der am Dienstag auf der B104 bei Brüel angefahren und schwer verletzt wurde, hatte dagegen offenbar Glück im Unglück, wie gestern Uwe Mathews, Leiter der Polizeistation Sternberg, erklärte. Sein Mitarbeiter erlitt offensichtlich doch keine Fraktur, wie zunächst prognostiziert, sondern die Schulter ist lediglich ausgekugelt.

Ob es aufgrund des Unfalls Spätschäden gibt, sei noch nicht vorhersehbar, sagte Mathwes. Der 51-Jährige befand sich gestern noch auf einer Intensivstation.

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