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Schweriner SC : Pokal-Generalprobe ist geglückt

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Im Titelkampf der Volleyball-Bundesliga hat der Schweriner SC mit einem Auswärtssieg beim Tabellenführer seine Ambitionen auf die Titelverteidigung deutlich unterstrichen. Die Mecklenburgerinnen gewannen das Spiel.

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erstellt am 19.Feb.2012 | 06:35 Uhr

Vilsbiburg | Im Titelkampf der Volleyball-Bundesliga der Frauen hat der Schweriner SC mit einem Auswärtssieg beim Tabellenführer seine Ambitionen auf die Titelverteidigung deutlich unterstrichen. Die Mecklenburgerinnen gewannen die Generalprobe für das DVV-Pokalfinale in zwei Wochen bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 3:2 (14, -21, -22, 18, 8) und waren dabei schlicht und ergreifend die stärkere Mannschaft. Dennoch bleiben die niederbayerischen Raben weiterhin Spitzenreiter und der Schweriner SC auf Platz drei.

"Man muss anerkennen, dass Schwerin heute einfach besser war als wir. Aber nur heute….", konstatierte ein enttäuschter Raben-Trainer Guillermo Gallardo nach 113 abwechslungsreichen, aber nicht immer hochklassigen Volleyball-Minuten und schob gleich eine süffisante Kampfansage für das anstehende Endspiel hinterher.

Vilsbiburg hatte sich viel vorgenommen, verkrampfte aber gegen den deutschen Meister. Vor 1709 Zuschauern in der Ballsporthalle (neuer Besucherrekord) hechelte die "Gallardo-Sechs" von Beginn an einem deutlichen Rückstand hinterher (4:10). Speziell in der Mitte fanden die Gastgeberinnen zunächst überhaupt keinen Weg vorbei am bärenstarken SSC-Block. Schwerin schlug viel besser auf als die Raben und leistete sich praktisch keine Fehler. Das i-Tüpfelchen war dann eine Aufschlagserie von Mira Topic, die die Vilsbiburger Annahme fast vernichtete und ein überdeutliches 25:14 herausschmetterte.

Ab dem zweiten Satz entwickelte sich der erwartete Schlagabtausch auf Augenhöhe, weil der SSC das Niveau des ersten Satzes nicht ganz halten konnte und Vilsbiburg jetzt engagierter auftrat. Zudem kreierten die Raben im Angriff jetzt viel mehr Überraschungseffekte, führten bereits mit 22:16, ehe sich Schwerin mit vier Punkten am Stück nochmal zurückmeldete. Am Satzausgleich (25:21) konnte das aber nichts mehr ändern.

Ähnliches Spiel in Runde drei: Die Raben hatten sich mittlerweile stabilisiert und die Begegnung mittlerweile ganz ordentlich im Griff, während die Gäste im Block und der Feldabwehr nicht mehr ganz so kompakt agierten. Auch Denise Hanke leistete sich zwischendurch mal eine kleine Auszeit. Die logische Konsequenz war ein solides 25:22.

Dann war der spielerische Faden beim Tabellenführer aber wie abgeschnitten. Schwerin ließ sich nicht lange bitten. Mit der starken Anne Buijs, Anja Brandt, der erfahrenen Patricia Thormann, die immer wieder Ruhe ins Spiel brachte, und Mira Topic, mit 20 Punkten Schwerins punktbeste Angreiferin, war der SSC qualitativ besser besetzt und schoss sich mit einem 25:18 in den Tiebreak.

Jetzt war den Raben anzumerken, dass sie unbedingt noch einmal zurückschlagen wollten, doch dabei stand man sich selbst im Weg. Fehler und hektische Aktionen bescherten Schwerin ein flottes 3:0, das man im Stile einer Klasse-Mannschaft bis zum umjubelten 15:8 transportierte.

"Wir haben im fünften Satz wirklich gut aufgeschlagen und hatten sicher auch das nötige Quäntchen Glück", erklärte Trainer Teun Buijs und Tochter Anne ergänzte: "Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass wir Vilsbiburg schlagen können." Gerade im Hinblick auf das Endspiel in zwei Wochen hat der SSC damit seinen Akku in Sachen Selbstvertrauen noch mal entscheidend aufgeladen und glaubt jetzt vielleicht noch mehr an einen Pokal-Triumph als ohnehin schon.

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