Planen in drei Dimensionen - Konferenz „Go-3D 2008“ erschließt neue Einsatzgebiete der 3D-Technik

Mit 3D-Brille und Gamepad virtuell in Warnemünde unterwegs: Carina Bumke (30) ist für das Webdesign der Außendarstellung bei „Go-3D 2008“ zuständig. Foto: Georg Scharnweber
Mit 3D-Brille und Gamepad virtuell in Warnemünde unterwegs: Carina Bumke (30) ist für das Webdesign der Außendarstellung bei „Go-3D 2008“ zuständig. Foto: Georg Scharnweber

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26. August 2008, 08:48 Uhr

Rostock - Die Entwicklungen in der 3D-Technik sind rasant und die Produktpalette wächst zunehmend. Um neue Einsatzpotenziale dieser Technologien zu erschließen, Produkte weiterzuentwicklen und zu vermarkten, findet heute die erste Netzwerkkonferenz „Go-3D 2008“ im „Zentrum für Graphische Datenverarbeitung“ (ZGDV) in der Südstadt statt.

Mit dieser Konferenz gehen neun Expertenvorträge sowie zwölf Industrieausstellungsstände von Partnern einher, die sich dem Thema Effizienzsteigerung durch den Einsatz von 3D-Computergraphiken widmen. Diese erleichtern das Arbeiten in vielen Branchen wie der Medizin.

Der 26 Jahre alte Multimedia-Technik-Student Robert Below aus Wismar arbeitet seit drei Jahren im ZGDV und kennt die Vorteile des Netzwerkprojekts, das Anfang 2007 startete: „Städte können virtuell geplant, Produkte noch vor Fertigstellung vermarktet und Arbeitsschritte im Bau demonstriert werden.“

Produktvielfalt auf zwölf Industrieständen
Auf der Rostocker Konferenz werden auch neue Entwicklungen von Industriepartnern vorgeführt, die zum Teil bereits bei der Computermesse „Cebit“ vorgestellt wurden. „Zum ersten Mal wird in Rostock ein Bollograph ausgestellt“, sagt Dr. Uwe Lukas, Geschäftsführer der ZGDV.

Dies ist ein 3D-Echt-Raum-Monitor, der Bilder räumlich darstellen kann. Dabei sind weder Sehhilfen noch Verdunklung nötig. Das holographische 3D-Ausgabegerät findet in Museen, bei Messen, bei der Darstellung wissenschaftlicher Modelle sowie zur Darstellung von Schichtaufnahmen von Computertomographiedaten seine Anwendung.

Ein weiterer Aussteller zeigt eine Produktentwicklung , bei der virtuell Feuer bekämpft wird. Diese 3D-Animation lässt gefahrloses Trainieren in der Brandbekämpfung zu. In der Ich-Perspektive spielt der Nutzer verschiedene Gefahrenszenarien durch, die komplexe Handlungsabläufe vermitteln. Das Programm fungiert dabei als eine Ergänzung zum praktischen Training der Feuerwehrmänner und ist darüber hinaus kostengünstig.

Eine andere Anwendung von 3D-Technologien zeigt der Stand „Systemlösungen zur Herstellung von 3D-Stadtmodellen“. Mit diesem Programm können alle baulichen Aspekte in der Stadtplanung überblickt werden . Dazu zählen unter anderem architektonische Gesichtspunkte, Verkehrsplanung, Umwelt- sowie Denkmalschutz und Wirtschaftförderung.

Öffentlichkeit in das ZGDV eingeladen

Zu der heutigen Konferenz werden etwa 60 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Bildung erwartet. Dazu zählen vor allem mittelständische Unternehmen, jedoch ist die Konferenz auch öffentlich gegen Gebühr zugänglich. Im Mittelpunkt stehen für die Gäste die Fragen, welche Effizienzsteigerung durch die Technologien möglich ist, wie 3D-Welten schnell und kostengünstig erstellt und wie die Daten optimal genutzt werden können.

„Die Interessen unserer Partner in Sachen 3D sind sehr weit gefächert. Wo das eine Unternehmen Produkte für besseres Marketing beanspruchen möchte, sucht wiederum ein anderes Möglichkeiten zur effizienteren Bauplanung“, meint Eva-Maria Mahnke, Projektleiterin des Netzwerks.

Lukas verfolgt konkrete Ziele mit der ersten Konferenz des Kompetenznetztes „Go-3D 2008“: „Für unsere Partner suchen wir natürlich ständig neue Kunden und Kontakte. Darüber hinaus wollen wir die ganze Entwicklung in unserem Netzwerk bekannter machen und neue Industriepartner gewinnen.“
Für die Beteiligten der „Go-3D“ sind zukünftige Konferenzen denkbar.

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