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Schwein: Einsendeschluss Ende April : Pinselstriche gegen Alkoholmissbrauch

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Kreativ gegen Komasaufen: Die DAK Schwerin beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne gegen den Alkoholmissbrauch durch Kinder und Jugendliche. Unter dem Motto "bunt statt blau".

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erstellt am 24.Jan.2011 | 11:49 Uhr

Sucht die Krankenkasse bis Ende April die besten Plakate von Jungen und Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Sozialministerin Manuela Schwesig engagiert sich als Schirmherrin der Kampagne: "Prävention ist das A und O. Die Aktion bietet eine gute Möglichkeit, das Problem des Alkoholkonsums zu thematisieren. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sagt ein Bild oft mehr als 1000 Worte oder der erhobene Zeigefinger", so Schwesig.

"Wir hatten auf den Plakatwettbewerb im vergangenen Jahr eine sehr gute Resonanz. Da lag es nahe, das Projekt in diesem Jahr neu aufzulegen, zumal uns das Komasaufen weiterhin Probleme bereitet, wenngleich es nicht mehr so im Fokus der Öffentlichkeit steht", sagt Wolfgang Retzlaff, Schweriner DAK-Chef. Das bestätigen die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Waren 2003 noch 299 Krankenhausbehandlungen nach Alkoholmissbrauch in Mecklenburg-Vorpommern registriert, sind die Zahlen im Jahr 2009 auf 312 Jungen und 169 Mädchen im Alter von 10 bis 20 Jahren angestiegen. Bundesweit waren es 2008 insgesamt 25 700 Kinder und Jugendliche.

Der Plakatwettbewerb der DAK soll Jugendliche ermuntern, sich kreativ mit dem Thema Alkohol auseinander zu setzen. Bei "bunt statt blau" gestalten die 12- bis 17-Jährigen bunte Plakate (Bilder, Zeichnungen, Grafiken), um Altersgenossen vor den "blauen" Gefahren zu warnen. Unter allen bundesweiten Einsendern werden 16 Landessieger gewählt, aus denen eine prominente Jury letztlich drei Bundessieger ermittelt. Zur Jury gehört neben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, auch die Band Luxuslärm.

2010 fand die Aktion zum ersten Mal statt. 8000 Jugendliche aus 400 Schulen gestalteten 3500 Plakate. Allein in MV waren 300 Schüler aus 20 Schulen dabei. Damals hatte u. a. die Band Monrose in der Jury mitgearbeitet. Die Europäische Union hat den "bunt statt blau"-Wettbewerb in die "Europäische Aktion gegen Drogen" aufgenommen.

Das Plakat von Janine Conrad und Daniela Herbst aus Berlin hatte im vergangenen Jahr die Juroren überzeugt. Ihr Bild bekam den ersten Platz. Das Plakat zeigt einen Sensenmann, der auf ein bewusstloses und betrunkenes Mädchen wartet. Beschützt wird das "blaue" Alkoholopfer von einer Gruppe "bunter" Freunde.

Zu gewinnen gibt es in diesem Jahr im Übrigen auch wieder etwas - Geld- und Sachpreise im Wert von 11 000 Euro sind von der DAK ausgelobt. Wer mitmachen möchte, kann sich ab sofort anmelden. Einsendeschluss der Plakate ist der 30. April.

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