Pilzsaison hat begonnen - Experte warnt vor Gefahren

Perlpilz und Pantherpilz (echts.): Der Perlpilz ist schmackhaft, sein Doppelgänger stark giftig. Pantherpilze wurden den Beratern in diesem Jahr schon vorgelegt.
2 von 5
Perlpilz und Pantherpilz (echts.): Der Perlpilz ist schmackhaft, sein Doppelgänger stark giftig. Pantherpilze wurden den Beratern in diesem Jahr schon vorgelegt.

von
28. August 2008, 11:32 Uhr

Rehna - Wer schon sehnsüchtig auf die Pilzsaison wartet, kann derzeit recht erfolgreich sein. Einige mit frischen Champignons gefüllte Körbe konnte der Vorsitzende des einzigen Pilzvereins in Mecklenburg, Torsten Richter in den letzten Tagen schon begutachten. Nicht ohne Grund weist er also auf einige wichtige Dinge hin, damit es nicht zu gefährlichen Verwechslungen mit giftigen Doppelgängern kommt.

Wer folgende drei wesentliche Merkmale beachtet, wird einen Champignon (lat. Agaricus) niemals mit einem anderen Pilz verwechseln können: Die Lamellen (Blätter) des genießbaren Champignons sind niemals rein weiß, sondern rosa oder hellgrau, bald schokoladenbraun. Ist der Pilz alt, dann weisen die Lamellen eine dunkel rotbraun bis schwarze Färbung auf. Außerdem gilt, die Lamellen sind frei, d.h. sie sind nicht am Stiel angewachsen.

In den weiteren Merkmalen, wie Hutfarbe und -beschaffenheit, Geruch und Standort sind Champignons jedoch recht verschieden. Schließlich sind weltweit etwa 50 verschiedene Champignon-Arten bekannt. Wichtigste giftige und bei uns vorkommende Champignon-Art ist der Karbolchampignon. Sein Hut ist matt kalkig, besitzt eine deutliche Stielknolle.

Bei Druck und Verletzung werden Huthaut und die Stielbasis sofort chromgelb. Typisch für den giftigen Karbolchampignon ist sein unangenehmer Geruch nach Tinte oder Karbol („Krankenhaus-Luft“), er ist oft erst beim Erhitzen bemerkbar. Die eher seltenen Perlhuhn- und Rebhuhnchampignons besitzen einen grau- oder schwarzfaserigen Hut bzw. einen bräunlichen feinschuppigen Hut.

Wichtig ist, und das gilt nicht nur für das Champignon-Sammeln, luftige Körbe benutzen, da durch die Kombination von Wärme und Feuchtigkeit sich das wertvolle Pilzeiweiß schnell zersetzt und dabei unbekömmliche bzw. sogar giftige Zwischenverbindungen entstehen können.

Überalterte Pilze bleiben im Wald, sie sind gesundheitsschädlich und können Vergiftungen verursachen. Bei irgendeiner Form von Unsicherheit sollte man in jedem Falle auf die Pilzmahlzeit verzichten bzw. eine Pilzberatungsstelle aufzusuchen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen