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21. August 2017 | 12:03 Uhr

Pfusch am Bau in Schlagsdorf?

vom

Schlagsdorf | Die Bauverzögerungen an der Schule Schlagsdorf führen offenbar zu größeren Problemen als bislang angenommen. Das wurde gestern beim Start in das neue Schuljahr deutlich. In Klassenräumen fehlt der Fußbodenbelag. Vor den Fenstern kleben Folien, dahinter ist ein Baugerüst zu sehen. Lehrerin Ute von Holly-Wramp erklärt den Jungen und Mädchen der 8. Klasse die Situation: "Ihr habt es gesehen, wir sind nicht in dem vorgesehenen Raum, in dem wir eigentlich sein wollten. Es gab enorme Verzögerungen."

Sogar Bürgermeister Ingo Melchin kam gestern in die Schule, sprach mit den Kindern. "Ich möchte mich bei euch entschuldigen, dass ihr in solch einer Situation hier euren ersten Schultag begehen müsst. Es ist uns leider nicht gelungen, die Schule ordnungsgemäß fertig zu bekommen."

Auf den Fluren zieht es. Hier fehlen Fensterbänke, im Innenhof sogar noch einige Fenster. Ingo Melchin: "Als wir davon in Kenntnis gesetzt wurden, ist für uns eine Welt zusammen ge brochen. Woran das jetzt gelegen hat, dass die Fenster vor den Ferien nicht fertig waren, ob die zu spät bestellt wurden oder wie auch immer, das prüfen wir jetzt."

Die Schüler der ersten bis sechsten Klassen lernen in den kommenden Wochen auf einer Baustelle. Die Schüler der siebten bis zehnten Klasse haben bis Mittwoch ein Sportfest in der Turnhalle. Anschließend sollen sie woanders unterrichtet werden, sagt Schulleiterin Gerlinde Gärtner. "Vom Bürgermeister der Gemeinde Thandorf, Herrn Reetz, haben wir einen Raum angeboten bekommen. Vom Grenzhus haben wir auch einen Raum angeboten bekommen, ebenso von der Schule Rehna durch Herrn Seemann", freut sich Gärtner über die Anteilnahme. Seit dem Frühjahr wird die Schule in Schlagsdorf für 1,1 Millionen Euro saniert. Eigentlich sollten die Räume längst fertig sein. Doch es gab Probleme. Erst soll ein Fensterhersteller zu spät geliefert haben, weil die Firma Betriebsferien hatte, und dann hat ein Unternehmen die Fenster offenbar auch noch falsch eingebaut.

Schon vor fünf Wochen hatte Ingo Melchin eigenen Angaben zufolge den Einbau der Fenster als nicht korrekt kritisiert. Reagiert habe allerdings niemand. Weder die Fensterbaufirma, noch der Bauleiter. Deshalb hat Melchin Mitte vergangener Woche die Notbremse gezogen. Er verhängte einen Baustopp, bestellte einen Baugutachter. "Der hat in zwischen festgestellt: Die Fenster sind nicht richtig eingebaut worden", verdeutlicht Melchin. Schulleiterin Gerlinde Gärtner hofft, dass wenigstens die neuen Termine eingehalten werden und es nicht zu weiteren Bauverzögerungen kommt: "In den Herbstferien, also in acht Wochen, sollen die Flure und die Vorbereitungsräume gemacht werden - und die Fassade dann zum Jahresende."

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erstellt am 24.Aug.2010 | 10:41 Uhr

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