Produzent Kreuter : Petermännchen im Kinofilm

<strong>Willi der Wurm soll Gefährte des Petermännchens werden: </strong>Produzent Boris Kreuter mit Mitarbeiterin Monika Kreuter.<foto>Piel</foto>
Willi der Wurm soll Gefährte des Petermännchens werden: Produzent Boris Kreuter mit Mitarbeiterin Monika Kreuter.Piel

Das Petermännchen ist regional eine Größe. Die Trickfilmkinder GmbH will dem Schlossgeist durch einen Kinofilm zu überregionalem Ruhm verhelfen. Und das in 3D-Technik.

svz.de von
05. Dezember 2010, 05:55 Uhr

Schwerin | Kreuter schwebt vor, Kino von Kindern für Kinder zu machen. Er will mit einer Premiere durchstarten, spricht vom "weltweit ersten 3D-Kinderdokumentarfilm". Das Besondere: An der Filmproduktion sollen sich Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren beteiligen. Einen professionellen Film mit 3D-Technik, bei dem Kinder auch hinter der Kamera beteiligt seien, das habe es bisher noch nie gegeben. "Wir bringen unsere Zielgruppe gleich mit", sagt Kreuter.

Filmförderung MV soll für den Streifen angezapft werden

Schon Mitte nächsten Jahres sollen die Dreharbeiten beginnen, das Endprodukt schon 2012 bundesweit unter dem Titel "William und das Petermännchen" auf der Leinwand flimmern. Höchstens 400 000 Euro soll das Filmprojekt kosten. Große Ziele, die sich Boris Kreuter gesetzt hat. Allein, es fehlt bisher die Finanzierung, die die Verwirklichung des Projekts sichern würde. Für den 85-Minuten-Streifen will Kreuter, der als Produzent an der Kinder-Reihe "Sandmännchen" und dem Kinofilm "Lauras Stern" mitwirkte, die Filmförderung MV anzapfen. Bislang sind die Förderfinanzen aber noch nicht geklärt. Den Antrag will Kreuter im Februar bei der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern einreichen. Etwa zwei bis drei Monate werde es dauern, bis über den Antrag entschieden ist. Vorher könne mit den Dreharbeiten nicht begonnen werden. Für das Filmteam hängt die Verwirklichung der Idee also unmittelbar mit dem Votum der Filmförderer zusammen.

Gedreht werden soll der Film im Stopmotion-Verfahren und in 3D. Dazu werden die Trickfilmfiguren millimeterweise bewegt und mit einer hochauflösenden Kamera fotografiert. Die Kamera wird danach um 2,5 Zentimeter nach links verschoben und erneut ausgelöst. Dadurch entsteht der Effekt des räumlichen Sehens. Für eine Sekunde Film werden 25 Bilder benötigt. Hergestellt werden die 25 Zentimeter großen Figuren aus einem Drahtgestell, über das Knetmasse gezogen wird. Dadurch sind die Figuren frei beweglich. Beweglich wird dann auch das Petermännchen sein. Und bald wird es ganz Deutschland kennen. Zumindest, wenn es nach Boris Kreuter geht.

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