zur Navigation springen

"Personenschützer sind Dienstleister"

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2010 | 07:34 Uhr

Mit Bernd Brückner, dem Chef der Sicherheitsfachschule Brückner in Rostock, sprach Katarina Sass.

Was sollten die Teilnehmer an diesem Tag lernen?

Brückner: Alle drei arbeiten im Sicherheitsbereich und gelegentlich als Chauffeure. Das Training sollte ihnen einen Überblick geben, was die herkömmlichen Limousinen, wie die M- und die G-Klasse von Mercedes, hergeben. Wichtig war auch die Erfahrung, wie sich das Auto in einer extremen Schräglage verhält, was mit dem Inventar im Inneren passiert usw.

Was muss der Personenschützer alles beachten?

Wenn er auch als Chauffeur arbeiten soll, vieles. Zum Beispiel muss er die Straßenverhältnisse vor Ort kennen, sprich Brücken, Baustellen oder Schranken im Blick haben.

An diesen Stellen kann immer etwas passieren, zum Beispiel, dass Fotografen sich in den Weg stellen. Ein Grundsatz bei Personenschützern lautet: Erwarte das Unerwartete zu jeder Zeit. Außerdem sollte man immer darauf achten, dass man nur Dienstleister ist, nichts darüberhinaus.

Mit welchen Klischees werden Sie in Ihrer Branche konfrontiert?

Die Typen mit dicker Sonnenbrille und grimmigen Aussehen, die nur in die Medien wollen, sind Pseudo-Personenschützer und haben nichts mit dem wirklichen Job zu tun. Viele denken, wenn man eine Kampfausbildung hat, reicht das. In dem Job wird auch nicht mehr wild rumgeballert. Viele Kunden in Deutschland wollen unbewaffneten Personenschutz. Wir reden hier nicht über Osteuropa!

Werden Personenschützer in Deutschland noch oft gebucht?

Es ist ein langer Weg, bis man gut im Geschäft ist. Hier in Deutschland müssen Personenschützer breit aufgestellt sein, auch mal als Chauffeur oder Kurierdienst arbeiten können. Man muss sich einen guten Namen machen, dann bekommt man immer wieder Anfragen. Vor allem mittelständische Unternehmen, aber auch größere Firmen buchen private Personenschützer.

Arbeiten Sie noch als Personenschützer?

Nein, ich entwickle auf Wunsch aber Konzepte zur Absicherung einer schutzwürdigen Person.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen