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14. Dezember 2017 | 11:23 Uhr

Pendler stehen ab Montag im Megastau

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mai.2010 | 05:12 Uhr

Lübeck | Pendler aus und in Richtung Hamburg müssen sich ab Montag auf der Autobahn A 24 über Monate auf eine Riesenbaustelle einrichten. Zwischen den Anschlussstellen Talkau und Reinbek wird die völlig zerrüttete Fahrbahn auf einer Seite und über 9,8 Kilometer komplett erneuert. Das bedeutet, alle vier Fahrspuren werden auf eine Richtungsfahrbahn verlegt. Auf insgesamt elf Kilometern muss sich dann der gesamte Verkehr über Monate dicht an dicht und mit Tempo 60 an der Baustelle vorbei quälen.

Glaubt man den Fachleuten vom zuständigen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Lübeck, soll nach einer Einlaufphase das Schlimmste überstanden sein. Leiter Jens Sommerburg: "Wenn die Baustelle steht, und auf den elf Kilometern nichts passiert, läuft der Verkehr auch im wesentlichen. Es bleibt ja bei vier Spuren, auch wenn es enger und langsamer zugeht."

Pendler oder Autofahrer mit Ziel Hamburg sollten sich dennoch auf spürbare Einschränkungen einstellen, zumal die Ausweichmöglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Zwar kann man über die A 20 und Lübeck auch nach Hamburg fahren, doch der Umweg ist erheblich, der Zeitgewinn nicht erkennbar. Gleiches gilt für die Südumfahrung über die Bundesstraße 5, über Lauenburg und Geesthacht.

Die Autobahnpolizei Mölln hat bereits dauerhafte Geschwindigkeitskontrollen in der Baustelle angekündigt. "Wenn sich alle an Tempo 60 halten, nicht alle links fahren wollen und sich rechtzeitig darauf einstellen, dann wird es kaum Ärger geben", war sich Polizeihauptkommissar Steffen Witt-Manns sicher und wies auf die engen Überholspuren hin, die in Brückenbereichen nicht einmal 2,40 Meter breit wären.

Erschwert wird das Bauvorhaben, das bis Ende September Bestand haben soll, durch die zwei Anschlussstellen, die in diesem Bereich mitgebaut werden müssen. Insgesamt geht es nach Informationen des Lübecker Amtes um 17 Millionen Euro, die für die neue Fahrbahn aber auch für Lärmschutzwände oder Wälle verbaut werden. Schon jetzt steht fest, dass die andere Richtungsfahrbahn 2011 neu gebaut werden soll.

Die Autobahn war 1982 für deutlich weniger Verkehr nach rekordverdächtiger Bauzeit eröffnet worden. Nach der Wende erwies sich der 20 Zentimeter dicke Beton als viel zu dünn und bruchanfällig. In den vergangenen Jahren waren immer wieder gebrochene Betonplatten ausgewechselt worden, um den Verkehr aufrecht erhalten zu können.

Auch der Abschnitt der A24 in Schleswig-Holstein wird in den kommenden Jahren im Sommer eine Großbaustelle bleiben. Der Bereich zwischen Gudow und dem Kreuz Hamburg-Ost soll erst 2014 komplett saniert sein, wenn denn das Geld im Haushalt ist.

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