Peinliches Pannenspiel

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05. Juni 2008, 09:00 Uhr

Ludwigslust - Die Geschichte klingt fast unglaublich, um wahr zu sein: Einem Hornburger Unternehmer, der auf der Suche nach dem XXL-Trabi war, wurde im Januar, wie jetzt bekannt wurde, bei der Stadt Ludwigslust geantwortet, man kenne dieses Gefährt überhaupt nicht. Peinlich, zumal mehr als 20 000 Besucher im Harz Anfang Juni dieses „nicht existierende Weltrekordgefährt“ des Motorsportclubs Ludwigslust begeistert begrüßten.

„Wir hielten das erst für einen schlechten Scherz, können aber im Nachhinein gar nicht drüber lachen“, sagt der 68-jährige Willi Teufert, Mitglied des Motorsportclubs Ludwigslust.

Rückblende: In einer Braunschweiger Zeitung entdeckt Rolf Schründer, seines Zeichens Optiker aus Hornburg im Harz, das Foto des Ludwigsluster XXL-Trabis. Mit Lupe entziffert der 54-Jährige, der Mitglied der örtlichen Werbegemeinschaft ist, das polizeiliche Kennzeichen und beginnt seine Recherche im Internet. Ergebnislos. Aber zumindestens weiß er, dass das Weltrekordgefährt, das er für den Altstadtflohmarkt mit Auto- und Motorradmeile im Juni gern buchen möchte, aus Ludwigslust stammt. Was also liegt da näher, als bei der Stadt anzurufen. „Dort verband man mich am 25. Januar vormittags mit einer Frau, die angeblich für den Tourismus zuständig sein soll. Von ihr erfuhr ich dann, dass sie gar nichts über den XXL-Trabi wisse, berichtet Rolf Schründer. Daraufhin ging er aber noch einmal ins Datennetz und war auf der Hompage des MC Ludwigslust schließlich erfolgreich.

Als „nicht nachvollziehbar“ empfindet die Antwort auch Jürgen Rades, städtischer Hauptamtsleiter und somit Dienstvorgesetzter der Ludwigslust-Information. Auch Cornelia Schulz, die Leiterin der Ludwigslust-Information, zeigt sich völlig überrascht. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand aus meinem Team solch eine unpassende Antwort gegeben haben soll“, sagt sie. Und in ihrem Team kann sich auch keiner an einen Anruf aus Hornburg erinnern.

Am letzten Wochenende jedenfalls dampfte eine Mannschaft, unter anderem auch mit Willi Teufert, in den Harz, wo der in den Mecklenburger Landesfarben lackierte und 13,11 Meter lange Trabi großes Aufsehen erregte.

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