PEG fährt in eine ungewisse Zukunft

Abstellgleis oder weiterhin freie Fahrt? Durch Übernahmen ist die Zukunft der Prignitzer Eisenbahn unklar.thomas bein
Abstellgleis oder weiterhin freie Fahrt? Durch Übernahmen ist die Zukunft der Prignitzer Eisenbahn unklar.thomas bein

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25. August 2010, 11:28 Uhr

Prignitz | Wohin der Weg der Prignitzer Eisenbahn führt, ist im Moment völlig unklar. Die 185 Mitarbeiter wissen bislang nicht, wer ab September ihr Arbeitgeber sein wird und ob sie überhaupt noch einen Job haben. Denn die Prignitzer Eisenbahn gehört als Tochterunternehmen zur Arriva Deutschland GmbH. Wenn die Deutsche Bahn wie angekündigt bis zum 27. August die Arriva AG übernimmt, muss sie sich vom Deutschlandgeschäft der Arriva trennen. Damit steht auch die PEG als Tochterunternehmen der Arriva Deutschland GmbH zum Verkauf. Die Europäische Kommission hat der Übernahme des britischen Verkehrsunternehmens Arriva nur unter der Bedingung zugestimmt, das die Deutsche Tochter im Gesamtpaket durch die DB verkauft wird.

Die Deutsche Bahn hat kein Interesse am Deutschlandgeschäft der Arriva. Wir werden deshalb der Auflage aus Brüssel gern nachkommen, können zur Zeit aber noch keinen Käufer konkret benennen, verweist Holger Auferkamp, stellvertretender Sprecher Personenverkehr bei der Deutschen Bahn, auf eine Pressemitteilung.

Auch bei Arriva selbst weiß man noch nichts konkretes: "Wir wissen nichts über die Aktivitäten der Deutschen Bahn. Wir würden gern unseren Mitarbeitern mehr sagen können, auch um ein wenig Sicherheit zu geben. Wir hoffen nur, dass sich die Deutsche Bahn an die Auflage aus Brüssel hält und die Arriva GmbH im Gesamtpaket verkauft", so Felix Orgeldinger als Sprecher der Arriva Deutschland GmbH gegenüber unserer Zeitung.

Fest steht und das sei positiv: Allerdings, so versichert Orgeldinger, werde Arriva Deutschland und auch die PEG alle bisherigen Strecken weiter bedienen. Denn die Verkehrsverträge bestehen weiter, so das sich auch die Kunden der Arriva und der PEG keine Sorgen machen müssten.

Bis zum kommenden Freitag will die Deutsche Bahn die Arriva-Übernahme abgeschlossen haben. Dann wird das börsennotierte britische Unternehmen in die Britische DB Holding Ltd übernommen und nicht mehr an der Börse notiert sein.

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