zur Navigation springen

Brandserie : Peckateler in großer Sorge

vom

Die Peckatelern sind immer noch geschockt: Fünfmal gab es Feueralarm in den zurückliegenden Wochen in dem ansonsten so beschaulichen Ortsteil von Plate. Fünfmal war es Brandstiftung.

svz.de von
erstellt am 07.Apr.2011 | 01:17 Uhr

Die Peckatelern sind immer noch geschockt: Fünfmal gab es Feueralarm in den zurückliegenden Wochen in dem ansonsten so beschaulichen Ortsteil von Plate. Fünfmal war es Brandstiftung. Das allein ist schon erschreckend genug. Glücklicherweise blieb es immer bei Sachschäden. Doch mit dem Feuer vor einer Woche wurde eine neue, schlimmere Dimension erreicht. In den Morgenstunden brannte ein Wohnhaus ab, Menschen waren unmittelbar in Gefahr (SVZ berichtete). "Die Peckateler sind nicht nur beunruhigt, viele haben Angst", weiß der Plater Pastor Michael Galle aus vielen Gesprächen in den zurückliegenden Tagen. Auch an Bürgermeister Hans Bauer wandten sich zahlreiche Einwohner mit ihren Sorgen. Einige machten auch Vorschläge, wie für mehr Sicherheit gesorgt werden könnte. Eine Idee wurde sofort von der Gemeinde aufgegriffen. In Peckatel leuchten nun wieder alle Straßenlampen. Denn in allen Plater Ortsteilen bleibt jede dritte Laterne dunkel, um Stromkosten zu sparen - in Plate und Consrade auch weiterhin . "Es gab auch Wünsche, Peckatel noch stärker auszuleuchten", erzählt Bauer. "Aber das geht nicht - die Technik und das Geld dafür fehlen."

Polizei setzt weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung

Für mehr Sicherheit sorgt auch die Polizei. Dass die Inspektion Ludwigslust eine Ermittlungsgruppe eingesetzt hat, spüren die Peckateler: Sie wurden von den Beamten befragt. Außerdem sind die Streifenwagen auf ihren Touren durch das Dorf nicht zu übersehen. "Diese Polizeipräsenz stärkt natürlich das Gefühl der Sicherheit", erzählt Hans Bauer. Der Bürgermeister hofft darauf, dass die Ermittler bald Erfolg haben.

So geht es auch Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Denn die Arbeit der Ermittlungsgruppe läuft auf Hochtouren. Neue Erkenntnisse lagen bis gestern aber nicht vor. "Wir brauchen weiterhin die Unterstützung aus der Bevölkerung", betont Wiechmann. Aufmerksamkeit sei das Gebot der Stunde, insbesondere sollten die Peckateler gerade nachts auf verdächtige Fahrzeuge achten und diese dann sofort der Polizei im Revier Sternberg (Telefon 03847 - 43270) oder der Inspektion in Ludwigslust (03874 - 4110) melden.

Mehr Aufmerksamkeit für den Nachbarn und dessen Eigentum wünschen sich auch Pastor Galle und Bürgermeister Bauer. Schon jetzt sei festzustellen, dass in der Stunde der Gefahr die Dorfgemeinschaft zusammenrücke. Genau das könne helfen, diese Situation zu meistern und weiteres Unheil zu vermeiden. Michael Galle macht das an einem Beispiel fest: In der kleinen Fachwerkkirche auf dem Peckateler Dorfanger wird ein Rauchmelder installiert. "Falls der anschlägt, muss natürlich schnell reagiert werden. Das können nur die Anwohner tun", betont der Pastor.

Zur funktionierenden Dorfgemeinschaft gehört natürlich die freiwillige Feuer wehr. Die Plater Kameraden stehen derzeit unter Dauerstress. Und das nicht nur wegen der Brandserie in Peckatel, sondern auch wegen der Feuer bei Landwirtschaftsbetrieben in Goldenstädt und Banzkow: Zu größeren Einsätzen rückten alle fünf Feuerwehren des Amtsbereiches gemeinsam aus.


Freiwillige Feuerwehr Plate wertete jüngsten Einsatz aus

"Obwohl das inzwischen an die Grenze der Belastbarkeit geht, ist die Stimmung unter den Kameraden immer noch gut", berichtet Bauer. Am Wochenende fand die Jahreshauptversammlung statt. Da wurde auch der jüngste Brand in Peckatel ausgewertet und festgestellt, dass der Einsatz korrekt ablief.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen