Parchims Polizei jagt trickreiche "Enkel"

<fettakgl>Aufklärung: </fettakgl>Die Polizeibeamten Marianne Kohl und Reinhard Glinka im Seniorenheim Lindner<foto>bölsche</foto>
Aufklärung: Die Polizeibeamten Marianne Kohl und Reinhard Glinka im Seniorenheim Lindnerbölsche

svz.de von
13. November 2009, 05:50 Uhr

Parchim | Der so genannte Enkeltrick ist mittlerweile berühmt. Die fiese Masche, die die Nächstenliebe gnadenlos ausnutzt, hat sogar einen eigenen Eintrag im Internet-Lexikon Wikipedia bekommen. Weil skrupellose Täter in den vergangenen Wochen erneut zuschlugen, hat Parchims Polizei eine Aufklärungsoffensive gestartet.

Zwei Fälle wurden jetzt bekannt, bei denen mehrere Tausend Euro den Besitzer wechselten. Die Masche ist immer die gleiche: Unter dem Vorwand, der Enkel sei in Not, holt ein vermeintlicher Freund das Geld beim Opfer ab.

Die aktuelle Häufung nahmen die Präventionsbeamten der Polizeiinspektion Parchim jetzt zum Anlass, verstärkt die älteren Mitbürger aufzuklären und vor diesen Gaunern zu warnen. "Wir waren und wir werden dazu in den Seniorenheimen unserer Region unterwegs sein und mit den Bewohnern ins Gespräch kommen und auch etliches Informationsmaterial, wie Broschüren und Plakate, übergeben", sagt Polizeihauptmeisterin Marianne Kohl.

Die Aktionen werden auch sehr dankbar angenommen und von den Heimleitungen unterstützt. "Wichtig ist", so die Beamten, "dass keine Auskünfte am Telefon gegeben werden und vor allem sollte man andere Familienangehörige von derartigen Anrufen informieren und auch die Polizei einschalten."

Einen weiteren Tipp haben die Präventionsbeamten gerade in diesen Wochen. Viele Bürger sind auf den Friedhöfen unterwegs, um die Gräber ihrer Angehörigen für den bevorstehenden Totensonntag herzurichten. "Dabei sollten Handtaschen und andere Wertsachen nicht sichtbar im Auto auf dem Parkplatz liegen gelassen oder gar am Wegesrand auf dem Friedhof abgelegt werden", rät Marianne Kohl.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen