zur Navigation springen

Innerhalb von zehn Jahren sank Bevölkerungszahl um 12 Prozent : Parchim verliert weiter Einwohner

vom

Wo zu wenig junge Leute leben, werden zu wenig Babys geboren. So einfach ist die Rechnung, die auch im vergangenen Jahr wieder in allen Regionen MV`s für den Sterbeüberschuss gesorgt hat.

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2011 | 11:09 Uhr

Wo zu wenig junge Leute leben, werden zu wenig Babys geboren. So einfach ist die Rechnung, die auch im vergangenen Jahr wieder in allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns für den sogenannten Sterbeüberschuss gesorgt hat. Im Kreis Parchim sank die Einwohnerzahl zum Jahresende 2010 denn auch, da zugleich mehr Menschen weg- als von außerhalb zuzogen.

Ende 2010 lebten nach Angaben des Statistischen Landesamtes hier nun nur noch 95 798 Menschen. Das ist ein Rückgang der Bevölkerungszahl gegenüber 2009 um 1098 Einwohner oder 1,1 Prozent.

Der Wanderungsverlust im Kreis Parchim beträgt nach Angaben des Statistischen Landesamtes 645 Menschen. Der resultiert aus 5439 Fortzügen und 4794 Zuzügen. Damit ist jedoch der Bevölkerungsrückgang noch nicht ganz erklärt. Erschwerend hinzu kommt, dass nur 649 Babys geboren worden, aber 1104 Menschen gestorben sind. Dadurch entstand ein Verlust von weiteren 455 Einwohnern. Mecklenburg-Vorpommern hatte im vergangenen Jahr nur noch 1,642 Millionen Einwohner. Gegenüber 2009 waren das rund 8900 Personen oder 0,5 Prozent weniger. Damit hielt der seit Jahren zu beobachtende Bevölkerungsrückgang weiter an. Deutlich mehr Sterbefälle (18 738 Personen) als Geburten (13 337 Kinder) waren die Hauptursache für den Bevölkerungsverlust, so die Statistiker aus dem Landesamt. Erfreulich dabei, dass immerhin 2,5 Prozent Kinder mehr geboren wurden als im Vorjahr. Der Sterbeüberschuss betrug dennoch 5401 Personen. Und ist damit nochmals höher als 2009. Und weiter: 31 745 Menschen sind 2010 ins Land Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Dem gegenüber haben 35 375 Menschen das Land verlassen. Der Wanderungsverlust betrug rund 3600 Menschen. Bemerkenswert hier: Der Wanderungsverlust hat sich mehr als halbiert.

Innerhalb der zurückliegenden zehn Jahre sank die Zahl der Einwohner im Landkreis von 108 877 auf 95 798 oder um 12 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt sank die Einwohnerzahl von 1,775 Millionen um 7,5 Prozent.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen