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Parchim: Dem Winterdienst geht das Streusalz aus

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erstellt am 06.Jan.2010 | 05:29 Uhr

Der Blick aufs Thermometer verrät nichts Gutes. Parchim gehörte in der Nacht zum Mittwoch mit minus 14 Grad Celsius zu den Städten mit den tiefsten Temperaturen im Norden. Der Winterdienst ist pausenlos im Einsatz. Und auch Bernd Warncke, der im Rathaus für die Beräumung von städtischen Straßen, Wegen und Plätzen den Hut auf hat, kommt tüchtig ins Schwitzen. „Unser Salzlager ist leer und an Nachschub ist nicht zu denken“, so der Experte. Dabei war das städtische Salzlager zum Wintersaisonbeginn gut gefüllt.

„Unser Silo fasst 75 Tonnen und damit haben wir eine für normale Winter ausreichende Menge vorgehalten“, meint Bernd Warncke. Weihnachten seien die bis dahin verbrauchten Mengen trotz minimaler Dosierung noch einmal ersetzt worden. Aber in den ersten Tagen des neuen Jahres wurde tüchtig Streusalz benötigt, um die Straßen der Kreisstadt befahrbar zu halten.

Der Versuch bei verschiedenen Lieferanten kurzfristig Salz nachzubestellen, blieb bislang ohne Erfolg. „Keine Firma konnte Nachschub zusichern. Frühestens in gut 14 Tagen wäre bei Selbstabholung an eine Salzlieferung zu denken“, so Warncke enttäuscht. Während seiner 17-jährigen Tätigkeit als Winterdienstverantwortlicher der Stadt habe es noch keinen derartigen Engpass bei der Streusalzlieferung gegeben.

Die Kraftfahrer müssen in Parchim und vielen anderen Städten im Norden nun damit rechnen, dass in den nächsten Tagen Straßen nur noch frei geschoben werden können. Für die Fußgänger hat der Experte dann doch eine gute Nachricht: Für die Gehwege, die ohnehin nur mit Sand abgestumpft werden dürfen, steht genügend getrocknetes Material zur Verfügung. Leider seien einige Hausbesitzer bei der Schneeräumpflicht nachlässig.

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