„Paintball hatten wir in Güstrow bisher nicht“ - Polizei stoppt Häuserkampf mit Farbmunition

Der Erste Kriminalhauptkommissar Hartmut Busekow präsentiert zwei der vier beschlagnahmten Paintball-Waffen. Foto: Jens Griesbach
Der Erste Kriminalhauptkommissar Hartmut Busekow präsentiert zwei der vier beschlagnahmten Paintball-Waffen. Foto: Jens Griesbach

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27. August 2008, 03:15 Uhr

Güstrow - Sie treffen sich in abgelegenen Wäldern oder in Industrieruinen und spielen „Räuber und Gendarm“ – allerdings die moderne Variante. Am Sonnabend verhinderte die Güstrower Polizei einen Häuserkampf mit Paintball-Waffen auf dem Gelände der ehemaligen Lokschuppen im Strenzer Weg. Fünf junge Männer zwischen 15 und 23 Jahren schossen dort mit Farbmunition aufeinander. Vier Waffen wurden beschlagnahmt, denn die Männer hatten keine Waffenscheine für die durchaus gefährlichen Paintball-Waffen.

„Paintball ist zwar ein bundesweiter Trend, aber in Güstrow hatten wir es bisher nicht“, sagt Hartmut Busekow, Leiter der Güstrower Kriminalpolizei. Gegen die Jugendlichen aus Güstrow und Umgebung wird jetzt wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen des Schießens außerhalb von Schießanlagen ermittelt. Paintball ist nur auf dafür bestimmtem, umfriedeten Gelände erlaubt.

Unter 18-Jährigen ist der Umgang mit diesen Waffen generell verboten. Zudem benötigt man dafür den so genannten Kleinen Waffenschein. Den stellt das Ordnungsamt des Landkreises Güstrow aus. „Bisher haben wir allerdings keine Waffenscheine für Paintball-Waffen im Landkreis ausgegeben. Es wurden auch keine beantragt“, sagt Lutz Freier, Sachgebietsleiter im Ordnungsamt. Insgesamt wurden bisher 119 Kleine Waffenscheine im ganzen Landkreis ausgestellt.

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