Pagelsdorf stellt Bedingungen für Vertragserfüllung

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07. Mai 2008, 06:35 Uhr

Rostock - Wenngleich der Bundesliga-Abstieg des FC Hansa praktisch noch nicht vollzogen ist, schwinden die Hoffnungen bei Coach Frank Pagelsdorf auf das Wunder. Der 50-Jährige schätzt die Chancen für die Rettung geringer ein als den Gewinn eines Sechsers im Lotto. „Das kann man so sagen. Trotzdem werden wir alles versuchen, so lange es theoretisch noch möglich ist“, erklärt der Trainer.

Verein plant schon seit Wochen zweigleisig
Hinter den Kulissen bereiten die Hansestädter jedoch bereits die neue Saison vor, planen dabei schon seit Wochen zweigleisig. „Das muss man als ein Verein wie Hansa Rostock doch sowieso machen, und das haben dementsprechend auch wir getan“, sagt Pagelsdorf. Er verriet, dass man in Sachen Neuverpflichtungen bei Leverkusens Sascha Dum und Unterhachings Robert Leichleiter schon sehr weit sei.

Allerdings forderte der Fußball-Lehrer weitere Neuzugänge für die kommende Spielzeit: „Manager Herbert Maronn ist es gelungen, ein gutes Fundament zu schaffen. Aber es müssen immer noch klare Verstärkungen geholt werden.“

Des Weiteren verteidigte er noch einmal Hansas Weg vor dieser Saison. „Ich würde alles wieder genauso machen. Wir hatten einfach keine anderen finanziellen Möglichkeiten. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass wir aus unseren Verhältnissen das Beste gemacht haben“, so „Pagel“.
Zur neuen Spielzeit will sich der Coach aber nicht nur mit kleinen Investitionen abfinden, sondern stellt klare Bedingungen für eine Erfüllung seines bis zum Sommer 2009 laufenden Vertrages.

Verein muss Geld in die Hand nehmen
„Es müssen sich einige Dinge ändern. Der Verein muss auch einmal Geld in die Hand nehmen. Sonst hat es keinen Sinn“, macht Frank Pagelsdorf deutlich. Diesbezüglich wird es nach Beendigung der Saison Gespräche mit Vorstand und Aufsichtsrat des Clubs geben. Die finanziellen Voraussetzungen haben sich gegenüber dem letzten Abstieg 2005 sowie der vergangenen Saison merklich verbessert.

Die Rostocker bekamen in diesem Jahr die Lizenz für die 1. Liga ohne Auflagen und müssen im Falle des wohl mittlerweile unvermeidlichen Abstiegs in die 2. Liga bis zum 31. Oktober die Bilanz des Spieljahres 2007/08 bzw. eine aktualisierte Plan-Gewinn- und Verlustrechnung für 2008/09 vorlegen. Insgesamt dürfte sich der Handlungsspielraum der Ostseestädter vergrößert haben, deren Etat für die 2. Liga bei rund 17 Millionen Euro liegen wird.

Trotz der mäßigen Rückrunde mit nur zwei Siegen aus 15 Begegungen und des Verspielens einen Fünf-Punkte-Polster lehnt sich Pagelsdorf mit seinen Forderungen weit aus dem Fenster, sitzt aber offenbar fest im Sattel.

Maronn: „Führen keine Trainerdiskussion“
Der Club will den eingeschlagenen Weg weitergehen. „Wir haben in der ganzen Saison keine Trainerdiskussion geführt und führen sie jetzt auch nicht“, so Manager Herbert Maronn.

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