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25. September 2017 | 06:26 Uhr

Pächter verprügelt und ausgeraubt

vom

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2010 | 08:22 Uhr

Lütten Klein | Er wollte nur die Tageseinnahmen zur Bank bringen. Doch kurz nachdem der Pächter (32) der Lütten Kleiner Total-Tankstelle gestern Mittag das Gebäude verließ, wurde er auf dem Hinterhof von einem Mann überfallen und mit Schlägen ins Gesicht übel zugerichtet. Mit schweren Verletzungen musste der Mann ins Krankenhaus gebracht werden. Der gewalttätige Räuber konnte mit den Einnahmen zu Fuß in ein angrenzendes Waldstück entkommen.

Heimtückisch scheint der Täter seinen Raubüberfall akribisch geplant zu haben. Denn wie sonst hätte er wissen können, dass der junge Tankstellenpächter täglich um die Mittagszeit seine Tageseinnahmen einzahlt. Völlig unscheinbar fuhr der unbekannte Mann gestern mit einem am Vorabend gestohlenen Wagen auf das Grundstück der Tankstelle. Mit einem Kurzschluss hat er den Wagen zuvor zum Fahren gebracht.

Auf dem Hinterhof der Tankstelle parkte er in einer Waschbox und gab vor, seinen VW Golf zu putzen. "Dabei hantierte er zum Schein mit Wasser herum", sagt Polizeisprecherin Yvonne Burand. Als er sah, wie der Geschäftsführer der Tankstelle das Gebäude verließ, lockte der Täter sein Opfer mit einem Vorwand zu sich. "Er hat wohl vorgegeben, dass die Münzbox für den Waschstrahler nicht funktioniere", so Burand.

Als sich der Pächter mitsamt den Tageseinnahmen seinem vermeintlichen Peiniger näherte, zückte der sofort das Pfefferspray und schlug zu. Völlig überrumpelt konnte sich der 32-Jährige nicht mehr wehren. Nach mehreren Faustschlägen ins Gesicht fiel er zu Boden. "Der Täter hat noch auf sein Opfer eingeschlagen, als es schon lag", so die Sprecherin. Anschließend entriss der Räuber seinem Opfer eine Tasche mit dem Geld und floh zu Fuß in das angrenzende Waldstück in Richtung Lütten Klein.

Blutüberströmt taumelte der 32-Jährige zum Haupteingang der Tankstelle. Die Mitarbeiter riefen sofort die Polizei und einen Krankenwagen. "Mit einer Nasenbeinfraktur und weiteren Verletzungen im Gesicht wurde er sofort ins Krankenhaus gebracht", sagt die Polizeisprecherin. Unter zusätzlichem Einsatz eines Hubschraubers und eines Fährtenhundes der Polizeihundestaffel suchten die Beamten das Waldstück ab. Vergeblich. Obwohl die Besatzung des Polizeihubschraubers kurzzeitig eine Wärmequelle ausfindig machte, blieb die Suche erfolglos. Die Kriminalpolizei sicherte unterdessen Spuren an dem zurückgelassenen Diebesfahrzeug.

Zeugen beschrieben den brutalen Räuber als einen 1,80 Meter großen und etwa 40 Jahre alten Mann. "Er soll mit einem Akzent gesprochen haben", berichtet Burand. Außerdem trug der Täter eine dunkle Jacke und eine helle Hose. Außerdem soll er eine blaue Mütze getragen haben. Während der Spurensicherung konnte der Tankstellenbetrieb uneingeschränkt weiterlaufen.

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