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Ralswiek : Packender Störtebeker: Festspielstart auf Rügen

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Der Piratenheld Störtebeker ist auf Fahrt: Vor rund 8000 Zuschauern starteten am Samstag die 19. Störtebeker-Festspiele auf der Naturbühne Ralswiek mit dem Stück „Der Schatz der Templer“.

Der Piratenheld Klaus Störtebeker ist wieder auf große Fahrt gegangen. Vor rund 8000 Zuschauern starteten am Samstag die 19. Störtebeker-Festspiele auf der Naturbühne Ralswiek (Insel Rügen) mit dem Stück „Der Schatz der Templer“. Das Wetter am Premierenabend mit düsteren Wolken über dem Großen Jasmunder Bodden war nicht wirklich sommerlich - doch der Stimmung unter dem Publikum konnte der Regen nichts anhaben. Nicht nur der langanhaltende Applaus vor dem abschließenden Feuerwerk lässt eine gute Saison erwarten; auch die Vorverkaufszahlen von bereits 210 000 verkauften oder reservierten Tickets stimmen die Festspielleitung optimistisch.

Gemessen an den Publikumszahlen von weit über 350 000 sind die Störtebeker-Festspiele Deutschlands beliebtestes Open-Air.

Im letzten Teil der Trilogie um Störtebekers Jagd nach dem Templerschatz zieht es den Freibeuter (Sascha Gluth) und seine Mannen in den Norden. Die äußerst wandelbare Kulisse von Bühnenbildner Falk von Wangelin mit mittelalterlichen Burgen und schroffen Felsen zeigt, dass es nach Schottland geht.

Unter der Regie von Holger Mahlich werden in dem Stück historische Fakten und Fiktion miteinander verwoben. Störtebeker soll 1401 kurz vor der Hinrichtung auf dem Hamburger Grasbrook den Ratsherren angeboten haben, eine armdicke goldene Kette um das Rathaus zu legen, wenn man seinen Mannen das Leben schenke. Das Stück erzähle, woher Störtebekers Gold stammen könnte, so Mahlich.

Die Konflikte sind klar strukturiert. Die Fantasie-Story mit 150 Mitwirkenden ist packend und kurzweilig erzählt. Ständig ist Bewegung auf der 70 Meter breiten Bühne. Da ordnen sich wie in einem Wimmelbilderbuch in der einen Ecke Korbflechter und Weber zu einer Szene, während auf der anderen Seite Wäscherinnen ihre Laken ausbreiten, Zimmerleute an Balken sägen und im Vordergrund die Protagonisten hoch zu Ross ihre Konflikte austragen. Im Hintergrund kreuzen effektvoll angeleuchtete Koggen über das Wasser.

In der mit deftigem Wortwitz angereicherten Geschichte geht es um Templermystik und letztendlich um den Sieg des Guten über das Böse.

Gewürzt wird die Story mit einem Schuss Moral, für die Balladensänger Wolfgang Lippert zuständig ist. Für familienkompatible Unterhaltung sorgen Stunts und pyrotechnische Effekte. Da stehen in dieser Saison Männer in Flammen, speit aus Rohren Feuer, krachen die Kanonen.

Bis zum 3. September soll „Der Schatz der Templer“ 67 Mal zu sehen sein. Die beiden ersten Teile der Trilogie sorgten mit 396 000 und 382 000 Besuchern für die besten Einspielergebnisse in der 19-jährigen Festspielgeschichte. Und die Zeichen für eine erfolgreiche Saison 2011 stehen gut: Regen bei der Premiere habe den Festspielen Glück gebracht, denn - so erinnert sich Prokurist Kurt Gehm - schlechtem Wetter zum Auftakt folgte bisher immer ein trockener Sommer - Garant für gut gefüllte Zuschauerränge.

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erstellt am 20.Jun.2011 | 09:53 Uhr

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