Ozeaneum: Größtes Becken wird bis zur Eröffnung nicht fertig

So soll es mal aussehen: Aber das Schwarmfischbecken   – mit 2,6 Millionen Liter Wasser das größte  im Ozeaneum – wird bis zur Eröffnung nicht fertig sein. Foto: privat
So soll es mal aussehen: Aber das Schwarmfischbecken – mit 2,6 Millionen Liter Wasser das größte im Ozeaneum – wird bis zur Eröffnung nicht fertig sein. Foto: privat

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07. Juli 2008, 08:00 Uhr

Stralsund - Hunderte Fische sollen Besucher einmal im Schwarmfischbecken bestaunen können – zur Eröffnung am Sonnabend wird das 2,6 Millionen Liter fassende größte Aquarium im Ozeaneum aber noch nicht fertig sein. Derzeit wird das Becken noch probebefüllt, erst am Wochenende sollen das endgültige Wasser und die ersten Fische dazukommen. Auch ein weiteres Aquarium wird nicht pünktlich fertig, 12 von insgesamt 14 Aquarien stehen zur Eröffnung aber zur Verfügung.

Auch eine Pinguinanlage und das Heringsbecken, die ursprünglich geplant waren, können derzeit noch nicht gebaut werden, da die Baukosten von 50 auf 60 Millionen Euro gestiegen sind. Fünf Millionen Euro waren schon nachgeschossen worden. Das Ozeaneum ist aber auf der Suche nach Sponsoren.

„Für das Heringsbecken haben wir einen Sponsor in Aussicht, in einem Dreivierteljahr könnte dann gebaut werden“, sagt Jens Oulwiger vom Ozeaneum. Die Pinguinanlage könnte in zwei Jahren realisiert werden, hier sei aber noch kein Sponsor in Aussicht.

Als Entschädigung erhalten Besucher zunächst eine Ermäßigung beim Eintritt, Erwachsene zahlen zehn statt 14, Kinder fünf statt später acht Euro. Mindestens 550 000 Besucher benötigt das Museum pro Jahr für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Die zusätzlichen Kosten für den Bau teilten sich Bund und Land, die sich insgesamt mit 30 Millionen (Bund) und 17, 5 Millionen Euro (Land) beteiligten.

Von dem Museumsneubau erwartet vor allem die Tourismusbranche an der Küste positive Effekte. „Das Ozeaneum passt ausgezeichnet in das Image des Landes Mecklenburg-Vorpommern als naturnahes Urlaubsziel und ist ein Top-Freizeitangebot für Touristen“, erklärt der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Bernd Fischer.

In dem Bau der Stuttgarter Architekten Behnisch & Partner kann der Besucher entlang von künftig 39 Schaubecken auf eine Unterwasserreise durch die Kaltmeere der nördlichen Erdhalbkugel gehen. Das in Stralsund als Erweiterung des Deutschen Meeresmuseums entstehende Ozeaneum wird die weltweit größte Ausstellung über die europäischen Kaltwassermeere beherbergen. Rund 7000 Tiere sollen gezeigt werden. Das Ozeaneum soll einmal zu den zehn bedeutendsten Meeresaquarien der Welt gehören.

Die Reise beginnt an einer Nachbildung des Stralsunder Hafenbeckens und endet am Tiefsee-Atlantikaquarium mit Seewölfen und am Grönland-becken, das die Tierwelt unter dem Eis abbildet. Die Besucher erhalten Antworten auf Fragen wie „Müssen Fische trinken?“ oder „Welche Extreme birgt die Tiefsee?“ Ein Höhepunkt der Ausstellung ist der Bereich „1:1 Riesen der Meere“ mit lebensgroßen Wal-Modellen.

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