Ozeaneum gewinnt Europäischen Museumspreis

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22. Mai 2010, 08:58 Uhr

Das Ozeaneum in Stralsund ist „Europas Museum des Jahres“. Der Preis wurde am Samstagabend im finnischen Tampere verliehen. „Es ist unglaublich. Ich kann das nicht fassen“, sagte Museumsdirektor Harald Benke nach der Preisverleihung der dpa. „Ich habe noch immer weiche Knie“. Damit steht das Ozeaneum in einer Reihe mit dem Guggenheim-Museum in Bilbao (Spanien) oder dem Olympischen Museum in Lausanne (Schweiz). Das European Museum Forum (EMF) verleiht seit 1977 jährlich den European Museum of the Year Award an ein neues oder neugestaltetes Museum in Europa. In diesem Jahr waren 22 Museen aus 13 Ländern nominiert.

Die Ehrung sei ein krönender Moment für das Deutsche Meeresmuseum, sagte Benke. Das 2008 eröffnete Ozeaneum zählt zu den besucherstärksten in Deutschland und lädt die Besucher entlang von rund 40 Großaquarien zu einer Unterwasserreise durch die Kaltwassermeere der nördlichen Erdhalbkugel ein. Im vergangenen Jahr besuchten rund 800 000 Gäste die Einrichtung des Deutschen Meeresmuseums. Die Jury lobte Benkes Worten zufolge die lebendige Ausstellung und das moderne Vermittlungskonzept, die einer breiten Öffentlichkeit den Einblick in die Meereswelten ermöglichen. Zudem stelle das Ozeaneum als letzter Neubau eine Weiterentwicklung des Anfang der 1950-er Jahre gegründeten Deutschen Meeresmuseums dar.

Das neue Siegermuseum erhielt vom Vorjahressieger, dem Salzburg Museum, die von Bildhauer Henry Moore geschaffene Skulptur „The Egg“ für ein Jahr. Die Skulptur soll einen Ehrenplatz im Foyer des Ozeaneums erhalten, sagte Benke. Mit dem Titel hofft der Meeresbiologe auch auf eine stärkere öffentliche Wahrnehmung des Ozeaneums im Ausland. Letzter deutscher Preisträger war 2007 das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven. Unter den diesjährigen Nominierten waren insgesamt fünf naturkundliche Museen.

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