Ludwigslust : Operation am geöffneten Automaten

Parken wird teurer: David Föge  speiste die neuen Preise ein.Benjamin Piel
Parken wird teurer: David Föge speiste die neuen Preise ein.Benjamin Piel

In der Ludwigsluster Innenstadt ändert sich manches. Nicht nur, dass die Lindenstraße ihrem Namen keine Ehre mehr macht, auch die Parkgebühren haben sich drastisch verändert.

von
24. Februar 2011, 11:47 Uhr

In der Ludwigsluster Innenstadt ändert sich aktuell manches. Nicht nur, dass die Lindenstraße ihrem Namen keine Ehre mehr macht, auch die Parkgebühren haben sich seit gestern drastisch verändert. Bei deutlichen Minustemperaturen war David Föge von der Rostocker Firma Vtp Projektmanagement unterwegs, um die neuen Tarife ins Computersystem der 14 elektronischen Parkuhren im Stadtgebiet einzuspeisen. Etwa eine halbe Stunde brauchte er pro Automat. Föge drückte Tasten, druckte Probeparkscheine aus und setzte neue Preisschilder ein. Rund acht Stunden dauerte die Aktion. Besonders lange waren Föge und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes in der Schlossstraße unterwegs. Denn allein dort stehen acht Parkscheinautomaten. Jeweils zwei sind es am Alexandrinenplatz, in der Lindenstraße und in der Breiten Straße.

Die so genannte "Brötchentaste", das kostenlose Parken für 15 Minuten, bleibt erhalten. Alle anderen Tarife hingegen sind nun deutlich teurer: Von der 16. bis zur 30. Minute sind 50 Cent zu entrichten. 30 bis 60 Minuten kostet einen, 61 bis 120 Minuten zwei Euro. Von zwei bis vier Stunden kostet das Parken vier Euro. Zum Vergleich: 61 bis 120 Minuten kosteten bisher 50 Cent, 120 bis 240 Minuten einen Euro. In der höchsten Kategorie steigen die Kosten demnach um drastische 400 Prozent. Die Gebühren sind montags bis freitags von 9 bis 18 und sonnabends von 9 bis 12 Uhr fällig. Nach einem Jahr will die Stadt die Effizienz der neuen Regelung prüfen.

Die Entscheidung, die Gebühren anzuheben, hatten die Ludwigsluster Stadtvertreter bereits im November gefällt. Hintergrund war das im Februar vergangenen Jahres beschlossene Haushaltssanierungskonzept. Es sieht ab Anfang des Jahres Mehreinnahmen von 15 000 Euro aus Parkgebühren vor. Für die Umstellung musste die Stadt vorerst jedoch in die Tasche greifen: Sie kostet laut Ordnungsamtsleiter Ingo Vahl rund 3000 Euro.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen