Ölhanf landet in der PfeifeKleinfeld bei Stralendorf wird von Dieben heimgesucht

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02. September 2008, 05:49 Uhr

Stralendorf In der Nähe von Stralendorf wachsen auf einer ehemaligen Erdbeerplantage Hanfpflanzen. Das kam anscheinend einigen unbekannten Freunden dieser alten Kulturpflanze entgegen, die auf die berauschende Wirkung des Inhaltsstoffes Tetrahydrocannabinol (THC) hoffen. In den zurückliegenden Nächten haben diese sich mehrfach Zutritt zu der eingezäunten Plantage verschafft und Hanf „geerntet“. Die Pflanzen gehören Otto Facklam, Inhaber eines Obsthofes. Er stellte gestern den Diebstahl fest und erstattete Anzeige.

Denn dass hier Hanfpflanzen wachsen, hat seine Richtigkeit: „Ich bin Öko-Bauer“, sagt Facklam. „Mit den Hanfpflanzen bekämpfe ich Unkräuter auf natürliche Art und Weise. Ich habe damit in diesem Jahr auf einer kleinen Fläche angefangen.“ Perspektivisch will Facklam diese Hanfpflanze gleich mehrfach nutzen: Aus ihnen kann Speiseöl gewonnen werden. Das Stroh ist in der Bauwirtschaft als ökologischer Dämmstoff gefragt.

Natürlich können die speziellen Hanffans auch diese Pflanzen in eine Pfeife stopfen und sie rauchen. Nur die erhoffte Rauschwirkung werde sich nicht einstellen, sagen Fachleute von der Kriminalpolizei. Denn die bei Stralendorf wachsenden Nutzpflanzen sehen den THC angereicherten Züchtungen zwar sehr ähnlich, doch in ihrem Cannabis-Anteil unterscheiden sie sich erheblich.

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