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Basepohl: Biopark Markt GmbH : Öko-Landwirte eröffnen Mischfutterwerk

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Bei Biopark, Deutschlands umsatzstärkstem Öko-Landbauverband, läuft die Produktion von Getreide, Futter und Fleisch jetzt richtig rund. Der Verband baute ein eigenes Bio- Mischfutterwerk.

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erstellt am 05.Jul.2011 | 11:47 Uhr

Bei Biopark, Deutschlands umsatzstärkstem Öko-Landbauverband, läuft die Produktion von Getreide, Futter und Fleisch jetzt richtig rund. "Wir haben, was wir immer wollten: einen geschlossenen regionalen Kreislauf", sagt der Geschäftsführer der Biopark Markt GmbH, Torsten Hein. Der Verband baute ein eigenes Bio- Mischfutterwerk. Morgen wird die "Bio-Eichenmühle" in Basepohl bei Stavenhagen offiziell eröffnet. Damit entfallen für die Bio-Bauern im Nordosten weite Transportwege von Getreide und anderen Futterpflanzen in ein Bio-Mischfutterwerk bei Cloppenburg in Niedersachsen - und des fertigen Futters retour.

"Der Kreislaufgedanke ist das oberste Ziel", betont auch der Biopark-Vorsitzende Gottfried Marth. "Weite Transporte sind immer unökologisch." Zudem verbinde er mit dem eigenen Futter nach den Futtermittelskandalen der vergangenen Jahre eine sichere Qualität, sagt Marth, der in Walkendorf (Kreis Güstrow) Schweine und Rinder hält.

Die "Bio-Eichenmühle" verarbeitet seit April Gerste, Roggen, Triticale, Lupinen, Erbsen und Ackerbohnen zu speziellem Futter jeweils für Ferkel, Mastschweine und Sauen, für Masthähnchen und Legehennen. Das Futter geht vor allem an die Biopark-Betriebe, aber auch an Mitglieder von Bioland, Demeter und Naturland, die ebenfalls Rohstoffe beisteuern. Derzeit hat die Mühle etwa die Hälfte ihres Produktionsvolumens erreicht, wie Hein berichtet. Die volle Kapazität von 80 000 Tonnen Futter pro Jahr werde für 2013 angepeilt. Bei dem 11 Millionen Euro teuren Werk sind die Bioparkbauern Gesellschafter. Das Land fördert das Mischfutterwerk der Biopark Markt GmbH mit 2,3 Millionen Euro. Ein zweites Bio-Mischfutterwerk mit 20 000 Tonnen Kapazität, das der Firma GS agri gehört, steht in Malchin.

Biopark erreicht mit dem neuen Werk zudem, dass der Gewinn aus der Verarbeitung des Getreides im Land bleibt. Bisher ist MV vor allem ein Lieferant von Bio-Rohstoffen, es gibt wenige Verarbeitungsbetriebe.

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