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Schwerin: Umbau der ehemaligen Kita „Kirschblüte“ hat begonnen : Obdachlosenheim wird hergerichtet

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Nach den Diskussionen der vergangenen Wochen werden jetzt Tatsachen geschaffen: Der Umbau der ehemaligen Kita "Kirschblüte" zur Schweriner Wohnungslosenunterkunft läuft.

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erstellt am 24.Jun.2011 | 12:30 Uhr

Nach den Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate werden jetzt Tatsachen geschaffen: Der Umbau der ehemaligen Kita "Kirschblüte" am Mittelweg zur Schweriner Wohnungslosenunterkunft läuft. " Es wurde unter anderem damit begonnen, alte Lüftungs-, Heizungs- und Sanitäranlagen zu demontieren, Wände zu durchbrechen, Fenster zu reparieren und vorbereitende Maßnahmen für den Brandschutz durchzuführen", sagt Kerstin Schmidt, Leiterin des Zentralen Ge bäudemanagements (ZGM) der Stadt.

Insgesamt 115 000 Euro werden in die Herrichtung der früheren Kinderta gesstätte in der Weststadt investiert. Bereits abgeschlossen sei die Schimmelbeseitigungung, erklärt Schmidt. "Ein neues Gutachten hat mittlerweile auch die Schimmelfreiheit bestätigt." An der Schimmelbelastung hatte sich die Kritik einer Bürgerinitiative ent zündet, die ein e gesundheitliche Gefährdung der künftigen Bewohner befürchtete (wir berichteten). Voraussichtlich bis Mitte September werde die gesamte Umbaumaßnahme fertig sein, so die Chefin des Gebäudemanagements.

Rund 40 Plätze sind in der neuen Einrich tung geplant. Im Herbst sollen die Schweriner Wohnungslosen von ihrer jetzigen Unterkunft in der Anne-Frank-Straße in den Mittelweg umziehen. "Der Betrieb des Hauses wird bundes weit ausgeschrieben", kündigt Sozialamtsleiter Steffen Block an. Derzeit gäbe es noch eine Abstimmung mit der städtischen Rechtsabteilung. "Ich gehe davon aus, dass die Ausschreibung innerhalb der nächsten zwei Wochen veröffentlicht wird", so Block. Bis Augus t solle dann der Zuschlag er folgen. Betreiber des gegenwärtigen Obdachlosenheims ist die Comtact GmbH.

Im Februar hatte die Stadtvertretung den Umzug der Wohnungslosenunterkunft in die Weststadt beschlossen, weil das bisherige Ob dachlosenheim auf dem Großen Dreesch einem Neubaugebiet weichen soll. Mehr als 20 Standorte in der Landes hauptstadt waren von der Verwal tung auf ihre Eignung für ein Obdach losenheim untersucht worden. Juristische Zweifel an der Zulässigkeit der Unterkunft am vorge sehenen Platz, wie sie ebenfalls von einer Bürgerinitiative geäußert wurden, weist der Leiter des städtischen Hauptamts, Hartmut Wollenteit, erneut zurück: "Die Nutzung des Standortes am Mittelweg ist baurechtlich in Ordnung."

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