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Rostock-Laage : OB will dem Land Flughafen-Anteile anbieten

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Um die finanzielle Absicherung des Flugbetriebes auf dem Flughafen Rostock-Laage schlägt Rostocks Oberbürgermeister jetzt erneut vor, die Gesellschafteranteile der Betreibergesellschaft neu zu verteilen.

svz.de von
erstellt am 04.Nov.2011 | 01:03 Uhr

In der Diskussion um die finanzielle Absicherung des Flugbetriebes auf dem Flughafen Rostock-Laage schlägt Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) jetzt erneut vor, die Gesellschafteranteile der Betreibergesellschaft neu zu verteilen. „Wir freuen uns, dass die Landesregierung nun endlich den Schwerpunkt auf Rostock-Laage als Landesflughafen legen will. Dabei sind wir uns mit den kommunalen Mitgesellschaftern einig, dem Land jeweils die Hälfte unserer Anteile anzubieten. Damit hätte das Land alle Möglichkeiten in der Hand, die versprochene Privatisierung der Gesellschaft voranzutreiben“, so Methling. Das Verkehrsministerium wollte sich dazu nicht konkret äußern. Man sei aber allen Vorschlägen gegenüber offen, sagte ein Sprecher.

IHK begrüßt geplante Förderung des Landes
Bislang tragen der Landkreis Rostock als Nachfolger des bisherigen Landkreises Güstrow 35,6 Prozent der Anteile an der Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH, die Stadt Laage 10,3 Prozent und Rostock über seine Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH 54,1 Prozent.
Bereits mehrfach hatte die Landesregierung die Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH finanziell unterstützt. Im Koalitionsvertrag ist nun vereinbart, die Flughafenförderung des Landes auf Rostock-Laage zu konzentrieren und privates Engagement auf Gesellschafterseite einzuwerben.
Auch die Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) begrüßt die neueste Entwicklung auf Seiten der Landesregierung. „Der Flughafen Rostock-Laage muss als zentraler Flughafen des Landes agieren können“, sagte die IHK-Geschäftsführerin Christine Grünewald.
Pläne, den Flughafen zu privatisieren, würden von der IHK allerdings skeptisch bewertet. „Es gibt in ganz Deutschland keinen Regionalflughafen, der sich mit schwarzen Zahlen rechnet“, sagte Grünewald. Diese Flughäfen seien Infrastruktur-Vorleistungen, in die das jeweilige Land investiere, um die Standortbedingungen zu verbessern. Denkbar sei jedoch, dass durch die Privatisierung einzelner Bereiche zusätzliches Kapital hereingeholt werden könne.

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