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SPD-Landrätin schickt Christiane Münter (CDU) zur Arge nach Schwerin : NWM: Spitzenbeamtin abgeschoben

vom

Im Kreis NWM geht ein Disziplinarstreit in eine neue Runde. Nachdem ein Gericht die Suspendierung der Spitzenbeamtin Christiane Münter wieder kassierte, versetzte der Kreis die Spitzenbeamtin zur Arge nach Schwerin.

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2011 | 06:50 Uhr

Nordwestmecklenburg | Im Diszi plinarstreit zwischen dem Landkreis Nordwestmecklenburg und der Volljuristin Christiane Münter gibt es eine neue Entwicklung. Nachdem das Verwaltungsgericht Schwerin die Suspendierung Münters aufgehoben hat und sie ihren Dienst in der Grevesmühlener Malzfabrik wieder antrat, wurde die potentielle CDU-Landratskandidatin nun nach Schwerin abgeschoben. Dort soll Münter für sechs Monate in der Arge arbeiten. Ihren Dienst trat Münter in der Landeshauptstadt bereits an. Dort betreiben Nordwestmecklenburg und Wismar eine Außenstelle des gemeinsamen Jobcenters.

Der Landkreis zeigte sich gestern wenig begeistert vom Bekanntwerden der Versetzung. "Wir äußern uns zu dieser internen Personalangelegenheit nicht", sagte Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen auf SVZ-Anfrage. Das schafft Raum für Spekulationen und schürt den Verdacht, dass SPD-Landrätin Birgit Hesse eine mögliche Herausforderin bei der Landratswahl 2011 loswerden will. Fakt ist: Der Kreis mit SPD-Landrätin Birgit Hesse fürchtet, dass Münter auch "weiterhin massiv und gezielt Politik gegen ihre Dienststelle betreibt." Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor (SVZ berichtete). Der Landkreis Nordwestmecklenburg wirft Münter vor, dass sie von ihrem Arbeitsplatz mit Hilfe von dienst lichen Informationen Parteipolitik oder Kommunalpolitik betrieben habe. Der Kreis spricht von schwerwiegenden Dienstvergehen. Münter bestreitet dies.

Für den Kreisvorsitzenden der Christdemokraten, Dr. Hans-Heinrich Uhlmann, scheint die Sache klar zu sein: "Wenn ein Verwaltungsgericht eine Suspendierung aufhebt und der Dienstherr danach entscheidet, dass Frau Münter in der Arge in Schwerin arbeitet, wo sie noch nie tätig war, dann muss man das nicht mehr kommentieren."

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