NPD will in Güstrow marschieren - Demonstration für 19. Juli angemeldet

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11. Juli 2008, 11:18 Uhr

Güstrow - Der Vorstand der NPD in M-V hat beim Landkreis Güstrow für den 19. Juli eine Demonstration in Güstrow angemeldet. Die Rechtsextremen gehen in ihrer Anmeldung von ca. 400 Teilnehmern aus. Der Marsch der NPD soll vom Bahnhof quer durch die Stadt zum Marktplatz und zurück zum Bahnhof führen. Die DGB-Region Rostock/Mittleres Mecklenburg und die SPD haben bereits Gegenaktionen angemeldet.

Zu der angekündigten NPD-Demonstration gab es diese Woche erste Abstimmungen zwischen Landkreis, Stadt und Polizei. Dem Landkreis obliegt die Sicherungspflicht der Versammlung. Er kann den Aufmarsch nicht verbieten, sondern lediglich mit Auflagen versehen.

„Wir prüfen gerade die Anmeldung der NPD und stimmen uns behördenintern ab“, so Kreissprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm. Mitte kommender Woche soll feststehen, ob es ordnungsrechtliche Verfügungen geben wird und wie der NPD-Aufmarsch in Güstrow stattfinden darf.

Auch die Güstrower Polizei bereitet sich bereits auf den 19. Juli vor. „Nach unseren Erfahrungen wird die NPD die angekündigte Teilnehmerzahl erreichen“, sagt Güstrows Polizeichef Matthias Knöchelmann. Und er fügt an: „Wo immer es zu solchen Versammlungen kommt regt sich Protest.“ Die Polizeipräsenz werde dem Anlass und den zu erwartenden Protestaktionen entsprechend sein, so Knöchelmann.

Bisher würden ihm jedoch keine Erkenntnisse über Gegendemonstrationen vorliegen. Der DGB und die SPD haben bisher nur Infostände an der Nordseite des Rathauses bei der Stadt beantragt. Sie wollen an diesem Sonnabend mit verschiedenen Aktionen von 12 bis 18 Uhr zu einem „Tag gegen Rassismus und für Toleranz“ aufrufen.

Die Befürchtungen in der Barlachstadt Güstrow sind groß, wegen des NPD-Aufmarsches in ein schlechtes Licht gerückt zu werden, da sich am 19. Juli wegen des am Abend stattfindenden „Sommertraums am alten Schloss“ zahlreiche zusätzliche Touristen in der Stadt aufhalten.

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