Not-OP nach Messerattacke

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02. Mai 2008, 06:44 Uhr

Rostock - Kaum aus dem Gefängnis entlassen, schon wieder hinter Gittern: Ein 20 Jahre alter Rostocker hat am Herrentag an einer Bushaltestelle in Lütten Klein einen Mann niedergestochen. Bei einer Not-Operation rangen Ärzte um das Leben des Opfers. Gute Nachricht: Der Mann ist außer Lebensgefahr.

Enrico G., der nach Angaben der Staatsanwaltschaft schon wenige Stunden nach der Tat durch einen Fährtenhund aufgespürt werden konnte, sitzt nun in Untersuchungshaft. Er wird sich des versuchten Totschlages und der gefährlichen Körperverletzung verantworten müssen.

Der Tat an der Bushaltestelle in Lütten Klein Zentrum ging ein Streit zuvor, wobei das spätere Opfer und ein weiterer Mann von Enrico G. und einem Kumpanen „ohne ersichtlichen Grund“ beschimpft wurden, wie die Staatsanwaltschaft berichtet. Daraufhin streckte der 20-Jährige sein Opfer mit drei Messerstichen in den Rücken, in den Bauch und in den linken Arm nieder.

Es ist nicht das erste Mal, dass Enrico G. mit dem Gesetz in Konflikt gerät. „Bereits als Jugendlicher ist er mehrfach wegen Raubes und anderem strafrechtlich in Erscheinung getreten“, teilt Oberstaatsanwalt Peter Lückemann mit. Gerade einmal fünf Tage vor der Messerattacke kam der 20-Jährige auf freien Fuß. Bis zum 27. März verbüßte er in der Justizvollzugsanstalt Neustrelitz eine mehrjährige Jugendstrafe. Nun hat er einen weiteren Freischein ins Gefängnis gezogen.

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