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Leitung soll ab 2012 rund 26 Millionen Haushalte mit Gas versorgen : Nordstream verlässt Bodden planmäßig

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Die 1220 Kilometer lange Erdgas-Ostseepipeline zwischen Russland und Deutschland wächst weiter: Der erste von zwei Leitungssträngen ist mit einer Länge von 900 Kilometern zu drei Viertel fertiggestellt.

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2011 | 10:45 Uhr

So informierte Nordstream-Projektleiter Georg Nowack gestern an der Anlandestelle Lubmin. Im sensiblen und flachen Greifswalder Bodden vor der deutschen Küste konnten die Arbeiten demnach im behördlich genehmigten Zeitraum abgeschlossen werden. Dabei sei der Eingriff in die Natur geringer ausgefallen als zuvor angenommen, wie Nowack betonte. So wurden vor der deutschen Küste zehn Prozent weniger Meeresboden ausgehoben als zunächst vorgesehen und genehmigt. Insbesondere dieser Aushub hatte im Vorfeld für viel Kritik bei Umweltverbänden gesorgt.

"Wir sind stolz, dass wir diese Arbeiten termingemäß abschließen konnten", sagte Georg Nowack. Seit Mai 2010 waren vor der deutschen Küste mehr als 1000 Arbeiter und 110 Spezialschiffe im Einsatz. Auf Wunsch von Polen sei auf der Schifffahrtslinie vor dem Hafen Swinemünde die Trassenführung leicht verändert worden. Damit sei die Zufahrt auch für Großfrachter mit einem Tiefgang bis zu 13,5 Meter erreichbar. In Swinemünde plant Polen einen Terminal für Flüssiggastanker.

Das erste russische Erdgas soll im Herbst 2011 nach Deutschland fließen. Die Kapazitäten von jährlich 27,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas des ersten Leitungsstranges sind Nord-Stream-Angaben zufolge nahezu zu 100 Prozent verkauft. Zu den Abnehmern gehören der dänische Energiekonzern Dong Energy, Eon Ruhrgas, Wingas und die britische Gazprom.

Die Nordstream-Manager gehen davon aus, dass das 7,4 Milliarden Euro schwere Projekt im vorgegebenen Kosten- und Zeitrahmen mit der Fertigstellung des zweiten Stranges komplett bis Herbst 2012 abgeschlossen wird. In drei Monaten soll der erste Pipelinestrang komplett auf dem Meeresgrund versenkt sein. Nach Druckprüfungen werden die drei Abschnitte miteinander verbunden und für den Betrieb vorbereitet.

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