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Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer : Noch eine Schippe drauflegen

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Sebastian Pelzer verkörpert die kämpferische Note im Team des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock. Der Kapitän behält in schwierigen Situationen den Kopf oben und marschiert voran.

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2011 | 01:20 Uhr

Er agiert eben genau so, wie man es von einem Führungsspieler erwartet. "Pelle" kam in allen 18 Partien über die vollen Distanz zu Einsatz. Dabei absolvierte der Linksverteidiger die zurückliegenden drei Begegnungen sogar mit vier gelben Karten. Doch büßte er im Wissen um eine Sperre bei einer weiteren Verwarnung nichts von seiner Aggressivität ein.

Trotz 41 Punkten und Aufstiegsplatz zwei ist der 30-Jährige mit dem bisherigen Saisonverlauf - vor allem seinen persönlichen Auftritten - nicht hundertprozentig zufrieden. "Ich kenne mich gut, bin selbstkritisch und weiß, dass da noch mehr geht. Ich würde sagen, die erste Halbserie ist ausbaufähig", erklärt Pelzer.

Die Gesamtentwicklung des Teams hat ihn insgesamt überrascht. "Das konnte man so nicht erahnen. Dennoch dürfen wir nicht zufrieden sein, sondern müssen immer ein Stück mehr wollen und in der Rückrunde die Messlatte noch einmal höher legen."

Hansa ist Zweiter, wenngleich die Rangliste den Routinier nur am Rande interessiert. "Auf die Tabelle braucht man nicht zu schauen. Sie ist doch durch die ganzen Ausfälle verzerrt. Es gibt sicherlich einige Jungs, die sich daran orientieren. Für mich ist es aber Quatsch, auf die anderen zu gucken. Auch wenn es wie eine Plattitüde klingt: Wir müssen zunächst unsere Partien gewinnen."

Dass es beim FCH so gut läuft, hat für den Spielführer einen Hauptgrund: Der Teamgeist passt. Hansa hat eine echte Mannschaft. "Ein Großteil, was uns ausmacht, ist, dass wir eine Einheit sind - und nicht nur auf dem Platz. Niemand konnte doch vorher richtig einschätzen, wie es laufen würde. Da war es wichtig, dass wir schnell zusammenwachsen und uns selbst von Rückschlägen nicht umwerfen lassen. Hinzukommt, dass uns der Trainer momentan perfekt anpackt, super zu uns passt. Und ich bin überzeugt, dass es auch weiterhin so sein wird und wir gegen Erfurt dort anknüpfen, wo wir vor dem Winter aufgehört haben", sagt Sebastian Pelzer, der bei aller Euphorie unter den Anhängern nicht müde wird, vor einem Nachlassen zu warnen: "Wir haben noch nichts erreicht. Ich will persönlich noch einmal eine Schippe drauflegen. Und wenn wir das alle tun, gehen wir den richtigen Weg."

Mit seinen Aussagen liegt er ziemlich auf der Wellenlänge des Trainers. "Wir können nur das beeinflussen, was wir selber tun. Und mit den bisherigen Vorstellungen können wir zufrieden sein. Wenn man sich die Voraussetzung zum Winter geschaffen hat, muss man einfach die Sache beim Schopf packen und weiterhin die Ergebnisse einfahren, wie wir es bisher gemacht haben. Dann helfen Offenbach auch keine Siege weiter", erklärt Peter Vollmann.

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