Teamsprint-Trio mit Schweriner Olympiasieger morgen bei der EM : Nimke: "Wir wollen unseren Titel verteidigen"

Vor Jahresfrist holte das Teamsprint-Trio mit Robert Förstemann, Maximilian Levy und Stefan Nimke (v. r.)  im Regenbogentrikot des Weltmeisters auch den EM-Titel.  imago
Vor Jahresfrist holte das Teamsprint-Trio mit Robert Förstemann, Maximilian Levy und Stefan Nimke (v. r.) im Regenbogentrikot des Weltmeisters auch den EM-Titel. imago

Für die deutschen Bahnrad-Fahrer startet mit der morgen beginnenden Europameisterschaft im niederländischen Apeldoorn bereits die Olympia-Saison.

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20. Oktober 2011, 10:18 Uhr

Für die deutschen Bahnrad-Fahrer startet mit der morgen beginnenden Europameisterschaft im niederländischen Apeldoorn bereits die Olympia-Saison. Bis Sonntag heißt es im Teamsprint, Sprint und Keirin für die Kurzzeit-Asse sowie für die Ausdauer-Asse im Omnium und in der 4000-m-Mannschaftsverfolgung fleißig Punkte für die Olympia-Qualifikation zu sammeln.

Die deutschen Teamsprinter um den Schweriner Olympiasieger Stefan Nimke als Titelverteidiger bei der EM formulieren ihr Ziel ganz klar: "Wir wollen unseren Titel verteidigen", so Nimke. Der amtierende 1000-m-Zeitfahr-Weltmeister holte vor Jahresfrist mit Anfahrer Robert Förstemann (Gera) und auf Position zwei mit dem Cottbuser Maximilian Levy im polnischen Pruszkow den Titel. Im März dieses Jahres kam das Trio Levy, Nimke und Anfahrer René Enders (Erfurt) bei der WM hinter Frankreich auf Rang zwei. Morgen in Apeldoorn schickt Uibel erneut eine veränderte Formation auf die Bahn. Bis auf Nimke: Für ihn ist die Position drei als 1000-m-Spezialist in Stein gemeißelt.

Morgen wird erneut Enders das Trio anfahren. Auf der zwei setzt Uibel dann Förstemann ein. "Wir wollen bis zur WM die beste Besetzung finden. Dafür werden alle infrage kommenden Fahrer getestet", erklärt der Bundestrainer. Levy wird dafür in den Einzeldisziplinen Sprint und Keirin antreten. Die 1000 Meter werden bei der EM nicht gefahren, da sie seit 2008 nicht mehr olympisch sind.

Der BDR-Tross reiste schon frühzeitig in Apeldoorn an, um sich an das Holzoval zu gewöhnen. Bereits bei der WM im März hatten die deutschen Fahrer ihre Probleme. "Es war ganz wichtig, dass wir schon ein paar Tage eher hier angereist sind. Aber es ist immer noch nicht ,unsere’ Bahn. Sie ist nicht die schnellste und rollt nicht so weg. Im Teamsprint musst du maximale Spitzengeschwindigkeit bringen. Wir Deutschen haben gerade in den Kurven ein bisschen Probleme. Aber im Wettkampf wollen wir es nun besser machen", mailte Nimke aus Apeldoorn unserer Redaktion. Im 1000-m-Zeitfahren stellten sich für ihn damals im März diese Probleme nicht so, raste er doch bekanntermaßen zu Gold.

Vor ein paar Tagen hatte sich der 33-Jährige nach langer Zeit mal wieder einen Infekt eingehandelt. "Dennoch konnte ich das Training ohne Abstriche absolvieren und war auch gut unterwegs", so Nimke, der die vergangenen zwei Ruhetage zum Auskurieren nutzen wollte. Morgen Nachmittag wird es dann in der Qualifikation ernst. Am späten Abend folgen die Rennen um die Medaillen und das hoffentlich mit dem BDR-Trio.

Die EM ist der siebte von zwölf Qualifikationswettkämpfen um die Olympia-Tickets. Danach folgen noch die Weltcups in Astana/Kasachstan, Cali/Kolumbien, Peking und Manchester sowie die WM im australischen Melbourne im April 2012. Und im Teamsprint liegen die BDR-Asse in der Olympia-Qualifikation hervorragend im Rennen. Die fünf besten europäischen Teams sind in London dabei. Deutschland liegt derzeit hinter Frankreich und Großbritannien auf Rang drei in der Rangliste des Weltverbandes (UCI). Mit Russland folgt der vierte europäische Vertreter erst auf Rang sieben, gefolgt von Polen und den Niederlanden.

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