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Schweriner Olympiasieger will mehr Zeit für Beruf und Familie : Nimke hört nach Olympia auf

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Der Fakt ist nicht ganz neu, aber jetzt ist es endgültig: Olympiasieger Stefan Nimke will noch 2012 seine aktive Karriere als Bahnradsprinter beenden. Das neue Ziel des 33-Jährigen: Ein Trainerjob in Schwerin.

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erstellt am 20.Feb.2012 | 07:42 Uhr

Schwerin | Der Fakt ist nicht ganz neu, aber jetzt ist es endgültig: Olympiasieger Stefan Nimke will noch in diesem Jahr seine aktive Karriere als Bahnradsprinter beenden. Der 33 Jahre alte Schweriner sagte bei NDR 1 Radio MV gestern: "Ich werde definitiv nach den Olympischen Spielen im Sprintbereich aufhören." Nimke hatte 2004 in Athen Gold im Teamsprint gewonnen. Auch in diesem Jahr gehört das deutsche Trio spätestens nach dem Weltcup-Sieg am Wochenende bei der Generalprobe in London zu den ersten Anwärtern auf den Titel.

Bei dem jüngsten Erfolg fuhr Nimke allerdings nicht im deutschen Team. Die Olympia-Besetzung für die dreiköpfige Mannschaft ist noch offen. Bei der WM in Melbourne vom 4. bis 8. April sind für die vier Sprint-Disziplinen Nimke, René Enders (Erfurt), Robert Förstemann (Gera), Maximilian Levy (Cottbus), Stefan Bötticher (Breitenworbis) und Joachim Eilers (Chemnitz) vorgesehen.

Ganz mit dem Sport aufhören will Nimke nicht. "Der Radsport ist so vielfältig", sagte er in der Sendung "Sportforum". Wenn man so viele Jahre als Aktiver tätig war, "kann man nicht von heute auf morgen aufhören", ergänzte der fünfmalige Weltmeister und sechsmalige Europameister.

Der Radsprinter feiert am 1. März den 34. Geburtstag. "Da muss man sich Gedanken über die Zukunft machen. Ich werde ab September meine Ausbildung bei der Landespolizei vorantreiben. Nachdem ich 17 Jahre durch die Welt gezogen bin, will ich mehr um meine Töchter Luise, Charlotte und meine Frau kümmern. Ich bin Olympiasieger, mehrfacher Welt- und Europameister sowie Weltrekordler. Da sind neue Ziele schwer abzustecken", meint der Mecklenburger. Nach Olympia ist die Schulbank angesagt. Und dann? "Nach der Ausbildung würde ich gern als Nachwuchstrainer in Schwerin arbeiten. Ständig auf Achse will ich nicht mehr sein."

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