zur Navigation springen

Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer : "Nicht immer am Lamentieren sein"

vom

Exakt 48 Stunden vor der Partie bei Rot Weiss Ahlen erfolgt eine Platzbegehung, doch die Kommission wird nichts anderes feststellen können, als dass sich unter einer dünnen Schneedecke nach wie vor Eisplatten befinden.

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2011 | 01:41 Uhr

Rostock | Auch für Tabellenführer FC Hansa steht der Abschluss der 1. Halbserie in der 3. Fußball-Liga 2010/11 bevor, allein es fehlt der rechte Glaube daran, dass die Partie bei Rot Weiss Ahlen auch tatsächlich am Sonntag um 14 Uhr stattfindet. Morgen, exakt 48 Stunden vor dem geplanten Anpfiff, erfolgt eine Platzbegehung, doch die Kommission wird nichts anderes feststellen können, als dass sich unter einer dünnen Schneedecke nach wie vor Eisplatten befinden.

Ordentliche Hinrunde, aber es ist noch nichts erreicht

Dessen ungeachtet üben die Rostocker weiter den Ernstfall, ertüchtigten sich gestern eine knappe Stunde auf zugeschneitem Grund.

"Ich vermute, dass sie probieren, den Platz größtmöglich zu räumen. Aber darunter wird ein harter Boden sein, und das haben wir hier im Training schon erlebt, das ist nicht so einfach. Da musst du versuchen, bestmöglich den Kopf frei zu kriegen, darfst nicht immer am Lamentieren sein wegen der Bedingungen. Es gilt, einfach dein Spiel durchzuziehen", sagt Sebastian Pelzer.

Auch er - wie Michael Wiemann und Mohammed Lartey - tritt gegen seinen vorherigen Verein an. Nichts Besonderes, meint der Hansa-Kapitän: "Das ist ein Spiel wie jedes andere. Wenn du jetzt sagen würdest, du bist in dieser Partie mehr motiviert als sonst, dann würde irgendwas nicht stimmen. Man sollte immer so reingehen, dass man gewinnen will, und das tue ich auch diesmal."

Auf 106 Einsätze kam Sebastian Pelzer in der 2. Bundesliga, davon 35 für Rot Weiss Ahlen. Doch dann wechselte er nach Rostock, unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag an der Ostseeküste und kündigte im Sommer an, er wolle helfen, das Schiff mit aller Macht wieder auf Kurs zu bringen. Wie lautet die Zwischenbilanz des Linksverteidigers? "Ich denke, bisher ist es uns bis auf ein paar Makel gelungen, eine ordentliche Hinrunde zu spielen. Aber es ist noch nichts erreicht. Wir müssen weiter dran bleiben. Die Saison wird noch lang genug."

"Geht so", beurteilt der 30-Jährige seinen individuellen Leistungen. Immerhin hat er bislang nicht eine Saisonminute versäumt. Dennoch möchte sich der Biestower zu diesem Thema "nicht groß äußern" und begründet: "Es war das eine oder andere Mal noch ausbaufähig. Ich bin da mir gegenüber immer sehr kritisch."

Weniger zurückhaltend reagiert der gebürtige Trierer, wenn die Rede auf seinen Sohn Gianluca (4) kommt: "Der Kleine ist total Hansa-verrückt. Wir warten darauf, dass es losgeht. Beim Verein wird ganz neu eine G-Jugend aufgemacht, aber da fehlen im Moment noch paar Jungs. Aber so oder so muss er jetzt zum Fußball. Jedes Mal, wenn ich vom Training heimkomme, fragt er, wann er denn endlich auch darf."

Lartey will erst mal gewinnen, dann auch wieder mal treffen

Mohammed Lartey freut sich schon auf die Rückkehr nach Ahlen, "will erst mal gewinnen und dann vielleicht auch wieder mal treffen (wie erst kürzlich zum 2:1-Sieg in Wiesbaden - d. Red.). Vor den eigenen Fans wäre mir das natürlich lieber, da sind mehr da, aber wenn ich auswärts ein Tor schießen würde, wäre ich auch sehr zufrieden."

Aber, wie gesagt, das Duell in Ahlen findet am Sonntag wohl eher nicht statt.

Wegen der misslichen Witterungsbedingungen fallen bereits fünf Partien aus: Sandhausen - Babelsberg (soll jedoch schon Dienstag nachgeholt werden), Saarbrücken - Burghausen, Jena - VfB Stuttgart II, Regensburg - Koblenz und FC Bayern München II - Unter-haching.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen