Nicht gut Badengehen

Astrid Breede (v.l.), Geschäftsführerin der BBD Spezialtiefbau- und Baumaschinen Vertriebs GmbH, Christel Drewes, Vielanker Bürgermeisterin, und Harald Klöhn, Bauplaner, machen  sich von den Fortschritten im Waldbad ein Bild. Foto:Rebekka Poesch
Astrid Breede (v.l.), Geschäftsführerin der BBD Spezialtiefbau- und Baumaschinen Vertriebs GmbH, Christel Drewes, Vielanker Bürgermeisterin, und Harald Klöhn, Bauplaner, machen sich von den Fortschritten im Waldbad ein Bild. Foto:Rebekka Poesch

Im Waldbad Alt Jabel ist zurzeit nicht gut Badengehen. Statt Kinder und Urlauber sind dort seit Anfang Juli Bauarbeiter anzutreffen, die die Umrandung der drei Schwimmbecken erneuern. Noch ist unklar, wann das Waldbad wieder öffnet.

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24. Juli 2008, 09:21 Uhr

Alt Jabel - In der brütenden Mittagshitze besichtigt Bauplaner Harald Klöhn den aktuellen Stand der Arbeiten auf der Baustelle im Waldbad. Gerade werden Vinylspundwände am Rand der drei Schwimmbecken eingestellt, zwei Drittel davon sind schon fertig. Anschließend sollen Abdeckungen aus Aluminium drauf kommen und dann die Treppenelemente aus Stahlbeton eingebaut werden. „Wir kommen gut vorwärts“, sagt Klöhn.

Gäste müssen auf anderes Bad ausweichen
Dass die Bauarbeiten, die vor allem für mehr Sicherheit im Bad sorgen sollen, mitten in der Hauptsaison des Schwimmbads vonstatten gehen müssen, ist für die Gemeinde Vielank, die das Waldbad in Alt Jabel betreibt, nicht eben von Vorteil. „Normalerweise nehmen wir in einer Saison – je nachdem wie gut sie ist – zwischen 8000 und 16000 Euro an Eintrittsgeldern ein“, so die Vielanker Bürgermeisterin Christel Drewes. Diese fallen nun zum Teil weg; die Einbußen sind erheblich. Und auch für die Einwohner und Gäste, die sich auf den Besuch im Waldbad gefreut haben, liegt der Termin der Baumaßnahme sehr ungünstig. So veranstaltet das Ludwigsluster Zentrum für Bildung, Erholung und Freizeit (Zebef e.V.) zum Beispiel in den Sommerferien in Alt Jabel drei Schwimmlager für Kinder und ist dabei auf ein funktionstüchtiges Schwimmbad angewiesen. „Als wir von der Maßnahme erfahren haben, mussten wir für Schwimmbad-Ersatz sorgen“, sagt Inga Hinrichs, Geschäftsführerin des Zebef. Die 19 Kinder, die an dem ersten Lager teilnehmen fahren jetzt täglich mit dem Bus nach Vellahn, das eine dreiviertel Stunde von Alt Jabel entfernt ist. „Zum Glück hat uns der Bademeister des Schwimmbads dort noch in die Ausbildung mit reingenommen“, meint Hinrichs. Doch die 40 Euro Mehrkosten, die pro Kind anfallen, muss das Zebef an anderer Stelle einsparen.

Fördermittel von EU und Land befristet
„Schuld“ an der Misere sind laut Bauausschuss die Fördergelder, die die EU und das Land für die Bauarbeiten im Waldbad zur Verfügung stellen und die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. „Die Gelder müssen eigentlich bis Ende August ausgegeben sein, auch wenn diese Frist schon einmal um vier Wochen verlängert wurde“, sagt Bürgermeisterin Drewes. Doch auf die Mittel verzichten, möchte die Gemeinde natürlich nicht, denn ohne diese wäre die Erneuerung der Beckenumrandung überhaupt nicht möglich. Diese kostet nämlich rund 130000 Euro. 95 Prozent davon werden über die Fördergelder finanziert; den Rest trägt die Gemeinde. Ob die Baumaßnahme beendet ist, wenn die anderen beiden Schwimmlager des Zebef im August in Alt Jabel stattfinden, ist ungewiss. „Ich hoffe es sehr“, meint Inga Hinrichs.

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