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Bericht der Vietgesterin Lea Davids : "Ni Hao" oder "Hallo" aus China

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"Ni Hao" oder "Hallo" aus China! Das sagt Lea Davids. Es ist mittlerweile sieben Monate her, dass ich mich aus Vietgest auf große Reise in das große Reich der Mitte gemacht habe.

svz.de von
erstellt am 03.Mär.2011 | 11:33 Uhr

"Ni Hao" oder "Hallo" aus China! Das sagt Lea Davids. Es ist mittlerweile sieben Monate her, dass ich mich aus Vietgest auf große Reise in das große Reich der Mitte gemacht habe. Ich entschied mich damals, für ein Jahr nach China zu gehen, um Englisch zu unterrichten und versprach, mich zu melden, denn die SVZ kündigte meinen Abenteuer-Trip an.

Ich unterrichte in Zhangye in der Middleschool im Grade 2. Das heißt, meine Schüler sind um die 16 bis 18 Jahre alt. Also nicht viel jünger als ich. Insgesamt gibt es 21 Klassen, die Englisch bei mir haben. Die Klassengrößen variieren jedoch relativ stark. So habe ich in einigen wenigen Klassen "nur" 48 und in anderen bis zu 73 Schüler. Also sind meine Klassen teilweise ganz schön groß. Wenn ich das meinen Lehrern in Deutschland erzähle, die schon immer bei mehr als 25 Schülern gemeckert haben, geht es da doch um ganz andere Dimensionen. Ich unterrichte immer von Montag bis Freitag. Sonnabend und Sonntag habe ich zum Glück frei, obwohl die Schüler auch am Wochenende Unterricht haben.

Es gibt auch sonst ziemlich große Unterschiede zwischen dem Alltag eines deutschen und eines chinesischen Schülers. Schon allein damit angefangen, dass sich der Schultag in China von sieben Uhr morgens bis 20 Uhr abends in die Länge zieht. Wenn ich von meinem Schulalltag in Deutschland erzähle, fangen alle Schüler an zu staunen und möchten gerne in Deutschland zur Schule gehen. Auch herrscht im Unterricht reiner Frontalunterricht vor. Außerdem haben alle Schüler die Ehre jeden Tag während der Pause auf dem Sportplatz zusammen einen einstudierten Tanz vorzuführen, was mich noch nach Monaten in Zhangye aufheiterte.

In meinem Unterricht geht es aber ein wenig anders zu als bei meinen chinesischen Kollegen. Zum Beispiel habe ich englische Lieder gesungen, da so die Aussprache der Schüler verbessert wird. Und zum ersten Mal, seit ich hier in China bin, habe ich erlebt, dass die Schulklassen während des Unterrichts laut geworden sind, was echt lustig war. Einige der Klassen konnte man sogar in den anderen Schulgebäuden hören

Aber natürlich besteht mein Leben in China nicht nur aus Unterrichten. In Zhangye im Nordwesten Chinas gibt es eine Menge zu entdecken und zu machen, auch wenn es nur eine kleine Stadt ist. Immerhin gibt es hier den größten liegenden Buddha in ganz China, einige buddhistische Tempel, Märkte und natürlich viele Restaurants. Außerdem ist die "Chinesische Mauer" in der Nähe und die Chance konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Daher habe ich mich mit den anderen sieben deutschen Freiwilligen, die in der Nähe von Zhangye leben, an einem Wochenende auf den Weg gemacht und wir sind auf der Mauer gewandert. Anschließend beteten wir in einem buddhistischen Tempel. Was alles wirklich total beeindruckend war.

Ich bin schon gespannt, was ich noch alles zu sehen bekomme. Es gibt jedenfalls noch eine Menge zu entdecken. Aber darüber schreibe ich beim nächsten Mal.

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