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23. Oktober 2017 | 17:33 Uhr

Neustart für Goldberger Tourismus

vom

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2010 | 05:03 Uhr

Goldberg | Schlechte Prospekte, kaum Präsenz, zu wenig Aktivitäten - die Kritikliste für den derzeit noch bestehenden Tourismusverein Goldbergs ist lang. In der Vergangenheit hat die Arbeit der Ehrenamtler die Region um die Mildenitzstadt aus touristischer Sicht wenig vorangebracht. "Der Verein war finanziell gut aufgestellt, hat aber aus seiner Chance nichts gemacht", kritisiert Marko Kinski, Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Goldberg-Mildenitz. Das soll sich nun ändern. Mit einem neuen Verein, in dessen Arbeit Touristiker aus dem gesamtem Amtsbereich einbezogen werden, soll Goldbergs Fremdenverkehr schon ab der kommenden Saison belebt werden.

Den Anschub zur Vereinsneugründung gab das Amt Goldberg-Mildenitz. "Wir wollen die Arbeit auf breitere Schultern stellen", sagt Marko Kinski. Vereine, Hoteliers, Gastwirte - bei einer ersten Versammlung tauschten bereits 70 Dienstleister aus der Tourismusbranche ihre Ideen aus. Bisher versuchte jeder, sich selbst zu vermarkten. Nun soll ein Netzwerk entstehen, von dem alle Beteiligten und der gesamte Amtsbereich als Urlaubsregion profitieren. "Nicht nur Goldberg und Dobbertin haben Potential. Auch bei anderen Gemeinden lohnt es sich, diese zu vermarkten", verdeutlicht Amtsvorsteher Hans-Helmut Gertz. Die Potentiale auszunutzen und gemeinsam zu agieren habe nun oberste Priorität. "Alles steht und fällt aber mit den handelnden Akteuren. Solang man nur halbherzig dabei ist, wird es nichts", sagt Kinski. Daher sollen sich künftig nicht mehr nur Ehrenamtler engagieren. "Um so etwas professionell betreiben zu können, braucht man Hauptamtliche Kräfte", verdeutlicht Gertz. Noch aber sei alles in der Entstehungsphase. Der künftige Vereinsvorstand hat sich noch nicht gefunden. Vorerst hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die nun die Vereinsgründung vorbereiten will. "Nur als gemeinnütziger Verein können wir Fördergelder erhalten", erklärt Gertz. Und die Finanzspritze ist unverzichtbar, denn neue Prospekte und Publikationen kosten Geld.

Fachmännische Unterstützung bei der Umsetzung erhalten die Mitglieder durch das Bützower Institut Biota. Dieses soll dem in der Gründung befindlichem neuen, noch namenlosen Tourismusverein auch zukünftig beratend zur Seite stehen. "Sonst hätten persönliche Befindlichkeiten vielleicht in die falsche Richtung gelenkt. Wir legen aber Wert darauf, dass es sich für alle Beteiligten lohnt", sagt Kinski. Vorbilder findet der Verein in spe in unmittelbarer Nachbarschaft: "Was in Plau und Lübz klappt, müssen wir doch auch hinkriegen", sagt Gertz.

Wichtigste Aufgabe wird für den neuen Verein zunächst die Entwicklung eines Gastgeberverzeichnisses sein. Die jetzige Broschüre ist für Urlauber nur wenig ansprechend. "Sie ist nicht auf dem neusten Stand. Etwa ein Drittel darin ist veraltet. Aufmachung und Inhalt sind nicht zufriedenstellend. Das wirft ein schlechtes Bild auf die Region", sagt Kinski. Der neue Katalog soll die Region angemessen repräsentieren - inklusive aller Ferienwohnungsvermieter und Hoteliers sowie touristischen Angeboten verschiedenster Art. "Wer hierin vertreten ist, muss dann aber auch tatsächlich präsent sein. Man geht damit eine Verpflichtung ein", mahnt Gertz. Die Gaststätte unter der Woche zu schließen, weil gerade niemand kommt, sei dann nicht mehr möglich. Denn schließlich komme ein enttäuschter Gast kein zweites Mal.

Marko Kinski und Hans-Helmut Gertz blicken optimistisch in die Tourismus-Zukunft des Amtes Goldberg Mildenitz. Der erste Schritt ist gemacht, auch wenn noch viel Arbeit bevorsteht. Schon am Donnerstag trifft sich die Arbeitsgruppe zu einer neuerlichen Beratung. "In der kommenden Saison soll es dann auf vernünftiger Basis losgehen. Wir haben also keine Zeit zu verlieren", betont Gertz.

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