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Bürgermeisterwahl : Neustädter verärgert über Desinteresse

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Der Neustädter Stadtvertreter Christian Rosenkranz hat seine Verärgerung über das offensichtliche Desinteresse der Neustädter Stadt-Mitarbeiter an der Bürgermeisterwahl zum Ausdruck gebracht.

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erstellt am 13.Jan.2011 | 12:08 Uhr

Neben den 30 Bediensteten im Rathaus arbeiten 50 weitere in Einrichtungen der Stadt. "Höchstens eine Handvoll ist beim Bürgerforum auf der Burg gewesen. Dabei entfallen rund 37 Prozent der Ausgaben aus dem Verwaltungshaushalt auf Personalkosten, in diesem Jahr über 3,1 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der gesamte Investitionshaushalt beträgt nur 2,398 Millionen Euro", macht Rosenkranz die Rechnung auf. Bei einer Einwohnerzahl in Neustadt von 6554 gehöre das Personalkonzept auf den Prüfstand, so der Unternehmer und Stadtvertreter.

Kein Interesse am Neuanfang in Neustadt-Glewe?

"CDU und SPD wollen mit ihrem gemeinsamen Kandidaten einen Neuanfang in Neustadt-Glewe, auch in der Verwaltung", argumentiert Rosenkranz. Hier habe in den vergangenen Jahren vieles im Argen gelegen, was sowohl überörtliche als auch Überprüfungen des Rechnungsprüfungsausschusses der Stadtvertretung ergeben hätten. Auch die beiden Stellvertreterinnen des Bürgermeisters hätten die Lage so eingeschätzt. Daraufhin sei auf Antrag der Stadtvertretung der Verwaltungsexperte Heinrich Busse-Souchon vom Landrat als Übergangschef der Verwaltung eingesetzt worden.

Rosenkranz stellt die These auf, dass eigentlich die Mitarbeiter der Verwaltung das größte Interesse haben müssten, wer neuer Bürgermeister in der Lewitzstadt wird. Die Arbeit habe in den letzten Jahren unter mangelnder Führung und fehlenden erkennbaren Zielvorgaben gelitten. "Dagegen sah sich die Stadtvertretung auf einer ihrer letzten Sitzungen mit der Beanspruchung von Leistungszulagen konfrontiert. Da frage ich mich: Machen diese Mitarbeiter nur einen Job oder üben sie einen Beruf als Dienstleister im Sinne der Neustädter aus?", fragt Christian Rosenkranz. "Über 200 Besucher des Kandidatenforums haben mehr Interesse gezeigt. Es wäre doch aufschlussreich gewesen zu wissen, welche Probleme es außerdem noch neben den bekannten Fragestellern in der Einwohnerfragestunde der Stadtvertretersitzung gibt", so der Geschäftsführer des Ibu-Instituts. Und er geht noch einen Schritt weiter: "Das offene Desinteresse am künftigen Bürgermeister haben die anwesenden Stadtvertreter zur Kenntnis genommen. Sie werden ihre Schlüsse ziehen für die anstehenden Umstrukturierungen beim Personal in der Stadt. Was der künftige Bürgermeister davon hält, werden die Stadtbediensteten erfahren, wenn es ab März um Stellen, Personalentwicklung und Karriereplanung in der Stadt Neustadt-Glewe geht", stellt Rosenkranz in Aussicht.

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